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Landkreis Landsberg

29.12.2020

Landkreis Landsberg: Was an Silvester erlaubt ist und was nicht

Der Feuerwerksverkauf in Deutschland ist dieses Jahr verboten. Wegen Corona gilt auch in der Silvesternacht eine Ausgangssperre.
Bild: dpa

Plus Inmitten der Corona-Pandemie gelten besondere Regeln – auch an Silvester. Ein Überblick, was im Landkreis Landsberg in Sachen Feuerwerk, Partys und Co. möglich ist.

Gutes Essen – daheim oder im Restaurant –, Musik, Sekt, Feuerwerk und feiern bis in den frühen Morgen: So sieht für viele ein gelungener Start in ein neues Jahr aus. Doch mitten im Corona-Lockdown – in Bayern gilt eine Ausgangsbeschränkung – fällt der Jahreswechsel diesmal erheblich anders aus als sonst. Es gibt eine Reihe von Verboten und der Neujahrskater dürfte diesmal vielen erspart bleiben. Das Landratsamt Landsberg und die Polizei informieren, was erlaubt ist und was nicht.

Feuerwerk Der Verkauf von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 (Raketen, Batterien, Knaller) ist dieses Jahr verboten, teilt das Landratsamt mit. Aufgrund der allgemeinen, derzeit geltenden Ausgangsbeschränkungen und der nächtlichen Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr stelle das Abfeuern von Pyrotechnik aller Kategorien keinen triftigen Grund für das Verlassen des Grundstücks oder der Wohnung dar. Trotzdem ist es möglich, dass Privatleute noch Bestände an Raketen, Böllern oder Batterien zu Hause haben. Das Abfeuern von Feuerwerk sei nur innerhalb des eigenen Gartens, von Balkon, Terrasse oder der privaten Einfahrt aus zulässig, so das Landratsamt. Das Betreten von öffentlichen Straßen und Plätzen, um Silvesterfeuerwerk abzufeuern, sei zu keiner Tageszeit erlaubt, betont das Landratsamt.

Der Feuerwerksverkauf in Deutschland ist dieses Jahr verboten. Wegen Corona gilt auch in der Silvesternacht eine Ausgangssperre. Bilder wie dieses auf der Karolinenbrücke wird es diesmal wohl nicht geben.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Landrat Thomas Eichinger ( CSU) appelliert „an die Vernunft und Einsicht aller Bürger, heuer aus Rücksicht auf jegliches Feuerwerk zu verzichten“. So könne vermieden werden, dass Rettungskräfte, Pflegepersonal und Ärzte nicht noch durch Einsätze infolge von Unfällen mit Feuerwerkskörpern zusätzlich belastet werden.

Wer sich wann wo mit wem treffen darf

Treffen „Mit Nachbarn oder Freunden zu Mitternacht auf der Straße oder im öffentlichen Raum auf Neujahr anzustoßen, ist ebenfalls unzulässig“, heißt es in der Mitteilung des Landratsamtes weiter. Muss man auf die Silvesterfeier in den eigenen vier Wänden mit Freunden oder Familie deshalb verzichten? Prinzipiell nein, aber feiern geht nur in reduziertem Umfang.

Private Treffen sind an Silvester und Neujahr nur mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen eines weiteren Hausstands, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt fünf Personen nicht überschritten wird, erlaubt. Das teilt das Bayerische Innenministerium mit. Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren zählen nicht zu dieser maximalen Personenanzahl. „Feiern mit Freunden im kleinen Kreis ist möglich. Aber die An- und Abreise ist problematisch“, sagt Michael Strohmeier, der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Landsberg. Er verweist dabei auf die derzeit geltende Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr. „Die ist zu beachten. Und eine Fahrt von der Feier nach Hause stellt keinen triftigen Grund dar, die Wohnung zu verlassen. Anders als eine lebensnotwendige Fahrt oder eine zum Arzt.“ Sein Tipp: Wer im kleinen Kreis zusammen feiern möchte – am besten bei den Freunden übernachten.

Wie sich die Polizei im Landkreis Landsberg vorbereitet

Obwohl die Regeln klar benannt sind, rüstet sich die Polizei für die Silvesternacht. „Natürlich gehen wir mit einer Stärke rein, die nicht der normalen Wochenendschicht entspricht“, sagt Michael Strohmeier. Der Erste Polizeihauptkommissar verweist auf eine erhöhte Streifenanzahl, die in der Silvesternacht im Einsatz sein werde. Strohmeier kündigt bereits im Vorfeld an, dass die Beamten neuralgische Plätze, die ansonsten zu Silvester immer stark frequentiert sind, kontrollieren werden. Unter anderem zählen dazu die Karolinenbrücke in Landsberg.

Wie sieht es mit Kontrollen im privaten Raum aus, sollte dort eine Privatparty steigen? „Wir werden natürlich nicht einfach in Wohnungen eindringen“, betont Michael Strohmeier. „Bei Wahrnehmungen im Rahmen des Streifendienstes oder nach Hinweisen von Nachbarn werden wir aber natürlich klingeln.“ Der Landsberger Polizei-Vize-Chef hofft darauf, „dass sich die Leute mit der Situation an Silvester arrangieren“. Und: „Man sollte sich schon selbst hinterfragen, ob eine Infektion es wert ist, sich mit größeren Menschengruppen zu treffen.“

Die FT Jahn Landsberg veranstaltet ihren Silvesterlauf nur virtuell

Nicht nur rund um die Landsberger Altstadt wurde in den vergangenen Jahren eifrig geböllert und gefeiert. Auch die Promenaden am Ammersee waren in den vergangenen Jahren beliebter Treffpunkt, um ins neue Jahr zu feiern und das Feuerwerk anzuschauen. „Normalerweise ist bei uns an Silvester wenig los, weil wir wenig Lokale haben“, sagt Dießens Polizeichef Alfred Ziegler. Viele würden in normalen Jahren eher beispielsweise nach München zum Feiern fahren. „Diesmal sind die Leute daheim. Mal schauen, wie es wird.“ Er habe auf seiner Dienststelle jedenfalls das Personal für die Nacht zum Jahreswechsel aufgestockt. „Weihnachten war bei uns sehr ruhig. Hoffen wir, dass es auch an Silvester ruhig bleibt. Aber wir sind vorbereitet“, so Ziegler weiter. Verstärkung in Form von Bereitschaftspolizei haben die Inspektionen im Landkreis Landsberg im Vorfeld nicht angefordert.

Eine gute Tradition für viele Sportler ist es, mit einem Silvesterlauf das alte Jahr wettkampfmäßig abzuschließen. Auch diese Veranstaltungen können nicht stattfinden. Der Landsberger Benefiz-Silvesterlauf der FT Jahn steigt nur virtuell. Auf der Facebook-Seite sollen die Teilnehmer ihre Kilometer posten – die Bankverbindung für die Spenden ist dort auch zu finden.

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