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Landsberg
07.03.2020

AfD-Kreisvorsitzende zeigt Grünen-Stadtrat Handtrack an

Grünen-Stadtrat Jost Handtrack (Mitte) beteiligte sich am Samstag in Landsberg an einer Protestaktion gegen die AfD. Er wurde von der AfD wegen seines Plakats angezeigt. Rechts: CSU-Oberbürgermeister Mathias Neuner.
Foto: Handtrack

Eklat in Landsberg: Die AfD-Kreisvorsitzende Edeltraud Schwarz zeigt Grünen-Stadtrat Jost Handtrack an. Es geht um Nazi-Symbole.

Eine Woche vor dem großen Kommunalwahltag in Bayern eskaliert der Wahlkampf in Landsberg. Am Samstag gab es Ärger um eine stille Protestaktion mehrerer Kommunalpolitiker gegen die AfD in der Landsberger Innenstadt. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln. Im Fokus: Grünen-Stadtrat Jost Handtrack. Es geht um ein Plakat, das er den AfD-Leuten an einem Wahlkampfstand auf dem Hauptplatz entgegenhielt. Darauf zu sehen: eine klare Botschaft mit Nazi-Symbolen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen den Stadtrat

"Ich habe einen Anruf von der Polizei Landsberg erhalten: Frau Schwarz von der AfD hat Anzeige gegen mich erstattet, weil ich ein verfassungswidriges Zeichen öffentlich gezeigt habe. Ich habe dem Polizisten erklärt, dass ich die SS-Rune im negativen Zusammenhang mit dem Wort RaSSismus verwendet habe und nicht etwa in Gleichsetzung von AfD und SS", teilte Handtrack unserer Redaktion mit. Wie die Polizei Landsberg auf Nachfrage bestätigte, erstattete AfD-Kreistagskandidatin Edeltraud Schwarz am Samstagnachmittag Anzeige gegen Handtrack - wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Ob der 69-Jährige nun tatsächlich mit einer Strafe rechnen muss, entscheidet die Staatsanwaltschaft. Die Polizei musste auch ermitteln, weil die AfD den Auftritt der Stadtjugendkapelle als störend empfand. Diese war aufgetreten, als das Bündnis "landsbergbleibtbunt" seine stille Protestaktion gegenüber des AfD-Standes am Hauptplatz durchzog. Die Oberbürgermeisterkandidaten und weitere Politiker schenkten den stillen Protestlern symbolisch weiße Rosen und dankten für ihren Einsatz.

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08.03.2020

Die "störende Musik" wurde nicht von der Stadtjugendkapelle gespielt sondern von einer Formation, die sich "Die lustigen Ampermooser" nennen. Dass da auch Mitglieder der Stadtjugendkapelle mitspielen ist nichts besonderes, ist es doch in der heimischen Blasmusik durchaus üblich, dass gute Musiker in mehreren Kapellen spielen.
Was die Beschwerde betrifft, möchte ich meine Mutter zitieren, die immer gesagt hat: Böse Menschen haben keine Lieder.

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