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Landsberg

30.07.2019

Landsberg: Das neue Fischerheim befindet sich in der Warteschleife

Dem von der Fischergilde gewünschten Bau eines Vereinsheims am Alöttinger Weiher schlug im Landsberger Bauausschuss einige Skepsis entgegen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Mitglieder der Fischergilde Barbara müssen weiter warten. Die Pläne für ihr geplantes Vereinsheim am Altöttinger Weiher stoßen im Landsberger Bauausschuss auf Skepsis.

Dass der geplante Bau eines Vereinsgebäudes der Fischergilde Barbara am Altöttinger Weiher nicht unumstritten ist, hatte sich schon vor ein paar Wochen gezeigt, als es dazu kritische Nachfragen im Landsberger Bauausschuss gab. In der jüngsten Ausschusssitzung lag nun eine Voranfrage dazu vor. Eine Entscheidung wurde vertagt. Zuvor hatten zahlreiche Stadträte Bedenken wegen des Standorts und der Größe des Vorhabens geäußert.

Das Gebäude soll 17 auf acht Meter groß werden

Der Fischereiverein möchte an der Ostseite des Weihers und nördlich des Parkplatzes bauen. Die vorliegende Planzeichnung sieht ein 17 mal acht Meter großes Gebäude plus einer überdachten Terrasse vor. Darin sollen ein Büro und ein Lagerraum untergebracht werden. Das Grundstück gehört der Stadt, im Bebauungsplan „Kleingartenanlage Altöttinger Weiher“ ist der von der Fischergilde gewünschte Bauplatz als Grünfläche markiert. Einen Hinderungsgrund sieht das Bauamt darin aber nicht: Zum einen wird aufgrund des Zwecks eine Privilegierung gesehen, das heißt, ein solches Gebäude könnte auch im eigentlich nicht bebaubaren Außenbereich errichtet werden. Zum anderen leiste die Fischergilde „einen wertvollen Beitrag zur Gewässerpflege und zur Pflege des Uferbereiches und somit zum Schutz umweltfachlicher und artenschutzrechtlicher Belange“.

Als Alternative wird ein Standort am Jahn-Platz vorgeschlagen

Die darin zum Ausdruck kommende Anerkennung der Vereinsarbeit teilte zwar auch Wolfgang Neumeier (UBV), nicht jedoch die baurechtliche Einschätzung: „Die Grünfläche ist für mich gesetzt, die kann man nicht in eine Baufläche umwandeln.“ Er widersprach auch der von Stadtbaumeisterin Birgit Weber hergestellten Analogie, der zufolge das Vorhaben im Außenbereich zulässig wäre, woraus man folgern könne, dass ein der Bau auch in einer Grünfläche denkbar wäre.

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Bedenken gegen den Standort kamen auch von Reinhard Skobrinsky (BAL). Er schlug vor, einen anderen Bauplatz zu suchen, beispielsweise beim Jahn-Platz, „dort würde es niemanden stören“. Ludwig Kaiser (SPD) sah zwar keine Beeinträchtigung der Nachbarschaft an der Ostseite des Weihers, und erklärte die grundsätzliche Zustimmung seiner Fraktion. Er regte aber auch an, über einen anderen Platz nachzudenken und einen Ortstermin abzuhalten. Moritz Hartmann (Grüne) empfahl den Fischern, über einen Grundstückstausch mit einem privaten Eigentümer zu verhandeln.

Größer als ein Einfamilienhaus?

Hans-Jürgen Schulmeister (Landsberger Mitte) befürwortete zwar den Standort, hinterfragte aber die Größe des Gebäudes. Dieses würde größer wie ein Einfamilienhaus werden, gab Berthold Lesch (CSU) zu bedenken. Er schlug vor, ein Gerätelager etwa 150 Meter nördlich beim Tennisverein zu bauen. Aufgrund der Vielzahl folgte der Stadtrat am Ende Ludwig Kaisers Vorschlag, eine Entscheidung über die Bauvoranfrage der Fischergilde zu vertagen und einen Ortstermin abzuhalten.

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