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Landsberg

16.09.2019

Landsberg: Die Faszination Elektroauto

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Florian Nebe und Finn Pfeilschifter interessieren sich für einen Tesla. Die beiden jungen Erwachsenen wollen später einmal ein E-Auto fahren. Zum siebten Mal machte die eRUDA Station in Landsberg.
Bild: Max Neuhaus

Bei der eRUDA in Landsberg gibt es viel zu sehen. Hören kann man die Elektroautos kaum. Ein Streifzug über die Waitzinger Wiese.

Als sich auf der Waitzinger Wiese eine Autoschlange bildet, ist es nahezu still. Nur die Stimme des Moderators, das Knistern des Kieses und ein leises Surren sind zu hören. Von lauten Motorengeräuschen fehlt jede Spur. Der Grund dafür: Die Autos, die hier ankommen, fahren elektrisch.

Am Wochenende fand die „eRUDA“ (elektrisch rund um den Ammersee) in Landsberg statt. Es war die siebte Auflage der - nach Angaben des Veranstalters - größten Elektroauto-Rallye Deutschlands. Heuer kamen erneut mehr als 150 E-Autos zu der Messe, die von Landsberger Energieagentur Lena organisiert wird. Oberbürgermeister Mathias Neuner verweist in seiner Eröffnungsrede darauf, dass Elektromobilität in Deutschland noch zu verkrampft gesehen werde.

Es gibt eine Rallye für die Elektroautos

Fahrtenleiter Martin Hildebrand sagt, auf was bei der eRUDA ankommt: „Zum einen wird der Öffentlichkeit gezeigt, was mit Elektromobilität alles möglich ist. Zum anderen treffen sich E-Autofahrer und können sich untereinander austauschen.“ Tatsächlich sind 159 Besitzer eines E-Autos gekommen, die an der Rallye teilnehmen wollen.

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Die Strecke führt die Teilnehmer von Landsberg nach Bergkirchen und wieder zurück. Wem diese knapp 104 Kilometer lange Distanz noch zu kurz ist, traut sich an die Challenge-Strecke. Diese führt bis nach Sölden in Tirol und ist insgesamt knapp 370 Kilometer lang. Einer der Fahrer ist Dietmar Nicolaj, der für die eRUDA extra aus Sinsheim nach Landsberg gekommen ist. Er fahre seit 2010 ein Elektroauto und sei mit diesem sehr zufrieden. Ihn fasziniert, mit welcher Wucht ein Elektroauto „anzieht“. Der größte Unterschied, im Vergleich zu einem Auto mit Verbrennungsmotor, sei, dass ein E-Auto leiser und dadurch angenehmer zu fahren ist.

Zwei junge Männer träumen von einem E-Auto

Neben den Fahrern sind auch Aussteller auf der Messe vertreten – unter anderem auch die Firma „Solarhäring“. Die Fotovoltaik-Firma zeigt auf der eRUDA Motorräder und Motorroller, sagt Andreas Bramel. Er arbeitet bei der Firma und erzählt weiter: „Die Roller verkaufen sich relativ gut. Umsatzmäßig gesehen machen wir gute Quoten mit den e-Rollern.“ Viele würden nach Probefahrten merken, wie angenehm Elektroroller zu fahren sind. Als Vorteil der elektronisch betriebenen Fahrzeuge sieht er, dass diese einen geringeren Verschleiß hätten. „Deswegen ist die Wartung für uns relativ einfach.“

Florian Nebe aus Penzing und Finn Pfeilschifter aus Landsberg besuchen die Elektromobilitätsmesse. Für den 19-jährigen Nebe sind „Elektroautos die Zukunft“. Beide träumen davon, später mal ein E-Auto zu fahren. „Wenn das Geld da ist“, sagt der 18-jährige Pfeilschifter. Nebe stellt sich die Frage, ob der Verkauf von e-Modellen für Autohäuser gewinnbringend ist.

Der Veranstalter findet es schade, dass der Preis die Kunden abschreckt

Diese Frage beantwortet Christoph Schaller. Er ist Geschäftsführer des Autohauses Schaller in Landsberg. „20 Prozent der Autos, die wir verkaufen, sind E-Autos.“ Er kann verstehen, dass viele Leute der Preis eines Elektroautos abschreckt, meint aber auch: „Ab 23.000 Euro sind E-Autos bei uns im Angebot. Viel billiger sind Autos mit Verbrennungsmotor auch nicht.“ Die Anschaffung eines E-Autos würde sich lohnen, weil man beispielsweise keine Kfz-Steuer zahlen müsse.

Die gleiche Meinung vertritt Mit-Organisator Martin Hildebrand. Auch wenn der Anschaffungspreis etwas höher sei, die Hilfskosten, wie zum Beispiel der Treibstoff, würden bei E-Autos deutlich geringer ausfallen. „Es ist schade, dass der Preis so viele Leute abschreckt.“

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