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Landsberg

30.07.2020

Landsberg: Die Stadtwerke ziehen Bilanz

Aufgrund der Corona-Beschränkungen hat das Landsberger Inselbad heuer deutlich weniger Besucher.
Bild: Thorsten Jordan

Plus 2019 haben die Stadtwerke Landsberg einen Gewinn eingefahren. Die Vorstände berichten aber auch über die Corona-Krise und die Sanierung des Inselbads.

Die Stadtwerke Landsberg haben das vergangene Jahr mit einem Jahresgewinn nach Steuern in Höhe von 882.000 Euro abgeschlossen. Diese und weitere Zahlen präsentierten der Kaufmännische Vorstand Christof Lange und der Technische Vorstand Gerald Nübel bei einem Pressegespräch, an dem auch Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV) teilnahm. Dabei wurden auch die Sanierung des Inselbads und die Auswirkungen der Corona-Krise angesprochen.

Die Stadtwerke haben unterschiedliche Betriebszweige. Am meisten Gewinn warfen im vergangenen Jahr die Wasserversorgung (691.000 Euro) und die Entwässerung (637.000 Euro) ab. Ebenfalls im Plus (158.000 Euro) blieb die Stromversorgung. Rund 9000 Stromkunden (Private und Gewerbe) haben die Stadtwerke mittlerweile, wie Christof Lange sagte. Allein im vergangenen Jahr seien rund 800 neue Kunden dazugekommen. Unter anderem die Verbesserungen beim Vertrieb hätten dazu geführt, dass aus einem Minus im Jahr 2018 (254.000 Euro) ein deutliches Plus im vergangenen Jahr wurde. Einen leichten Gewinn (18.000 Euro) erzielte das Kommunalunternehmen bei der Gasversorgung. Rund 400 Kunden werden aktuell versorgt.

Leichtes Minus bei der Fernwärme

Auch der Betriebszweig „Nebengeschäfte“ schließt positiv ab. Dazu zählen laut Christof Lange unter anderem Pachterlöse aus dem Glasfaserausbau sowie die Betriebsführung des Waldhackschnitzelheizkraftwerks auf dem Gelände des Agarbildungszentrums. Der Gewinn dieses Betriebszweiges lag im vergangenen Jahr bei 219.000 Euro. Leicht im Minus lag 2019 die Fernwärmeversorgung. Wurde in diesem Bereich 2018 noch ein Gewinn von 135.000 Euro erwirtschaftet, lag der Verlust im Jahr 2019 bei 51.000 Euro. „Da ist uns ein wichtiger Kunde weggebrochen“, sagte Lange, zudem habe man einen großen Schaden beseitigen müssen.

Landsberg: Die Stadtwerke ziehen Bilanz

Das größte Defizit hatten die Stadtwerke im vergangenen Jahr beim Inselbad (462.000 Euro) und den Parkgaragen (328.000 Euro) zu verzeichnen. Im Inselbad habe unter anderem ein Besucherrückgang von 95.000 (2018) auf 86.000 (2019) zu Buche geschlagen. Bei den Parkgaragen sei 2019 ein normales Jahr gewesen. Nach der Sanierung der Schlossberggarage hätten noch Restarbeiten erledigt werden müssen.

Das Kundencenter der Stadtwerke Landsberg in der Epfenhauser Straße.
Bild: Christian Rudnik (Archivfoto)

Ein wichtiges Thema beim Pressegespräch war die Zukunft des Inselbads, das saniert werden soll. Wie Gerald Nübel sagte, ist die europaweite Ausschreibung für den Generalplaner in den vergangenen Monaten erstellt worden. Die Angebotsphase ende Ende Oktober. Dann könne mit der eigentlichen Planung begonnen werden. Zwar wäre ein Sanierungsbeginn zum Ende des Jahres 2021 noch möglich, wahrscheinlicher sei dies aber im Jahr 2022. Wichtig sei zunächst, die Kosten für die Sanierung zu beziffern.

Das sagte auch Oberbürgermeisterin Baumgartl. Liege eine Kostenschätzung vor, könne auch über eine Verteilung der Kosten zwischen Stadt und Stadtwerken verhandelt werden. Für Baumgartl zählt die Sanierung des Inselbads zu den wichtigsten Projekten der nächsten beiden Jahre. Gerald Nübel skizzierte kurz die wichtigsten Maßnahmen der Inselbadsanierung. So solle das Bad in seinen Funktionen erhalten bleiben. Die Becken würden lediglich eine Hülle aus Edelstahl erhalten. Veränderungen seien im Gebäude geplant. Sie würden vor allem die Aufteilung der Räume betreffen.

Neue Beschichtung für die Parkgarage in der Lechstraße

Eine weitere Baumaßnahme ist heuer in der Parkgarage in der Lechstraße geplant. Dort fehlt laut Gerald Nübel nach der Sanierung noch eine Beschichtung. Die Arbeiten sollen ab 15. September beginnen und werden rund acht Wochen andauern. In dieser Zeit werde das betroffene Deck gesperrt. Eventuell müsse phasenweise auch nur eine Seite gesperrt werden.

Die Auswirkungen der Corona-Krise bekamen die Stadtwerke unter anderem in den Parkgaragen und im Inselbad zu spüren. Es habe deutliche Umsatzrückgänge in den Monaten März bis Juni gegeben, wobei beim Parken seit Anfang Juni eine deutliche Erholung zu verzeichnen sei. Beim Inselbad lägen die Mindereinnahmen in den Monaten Mai und Juni bei 115.000 Euro.

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