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Landsberg
24.07.2017

Ein Missbrauch, den es nie gab

Vor dem Amtsgericht ist eine junge Frau wegen falscher Verdächtigung verurteilt worden.
Foto: Archiv/Julian Leitenstorfer

Eine 23-Jährige wird wegen falscher Verdächtigung verurteilt. Warum das Gericht solche Falschaussagen so klar bestraft.

Tränenreich ist eine Verhandlung vor dem Landsberger Amtsgericht gestern zu Ende gegangen. Eine 23 Jahre alte Frau musste sich wegen falscher Verdächtigung verantworten. Sie hatte angegeben, Anfang 2016 sexuell missbraucht worden zu sein. Während bei der Verurteilten am Ende die Tränen flossen, verließ ihr Ex-Freund zusammen mit seiner Neuen nach dem zweiten Verhandlungstag händchenhaltend das Gerichtsgebäude.

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Die Diskussion ist geschlossen.

30.07.2017

Ich möchte das Gericht ermutigen, kein Misstrauen zu entwickeln, sondern die eigenen Vorerfahrungen im Hinblick auf sexuellen Missbrauch und sexuelle Gewalt zu vervollständigen. Es gibt leider bei einigen Opfern von Kindesmissbrauch die Tendenz, sich auf sexuelle Kontakte einzulassen, die nicht gut tun. Oder die sexuellen Verhaltensweisen eines Intimpartners als Angriff zu bewerten. Gerade bei in sexueller Hinsicht unerfahrenen, ggf. unbeholfenen jungen Menschen kann das schnell passieren. So etwas mündet leicht in einen Beziehungskonflikt, der dann die Beteiligten durchaus auch mal vor Gericht führt. Das aufzulösen ist nicht Sache der Justiz. Aber ein rechtzeitiger Hinweis, dass sich die Parteien an eine Fachberatungsstelle für sexuelle Gewalt wenden mögen, um zu klären, was passiert ist und was weiter zu tun ist, könnte helfen. Adressen und Informationen gibt es hier https://beauftragter-missbrauch.de/

Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von 9 Millionen erwachsenen Menschen in Deutschland, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

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