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Landsberg
28.09.2016

Ein brutzelndes Spiegelei als Fotografie

Anwaltskanzlei Becker: Fotobilder von Klaus von Gaffron: Hier Palyn II, LighJjet auf Alu Dibond Platte.
Foto: Thorsten Jordan

Klaus von Gaffron zeigt seine Werke in der Kanzlei Becker und Partner

Das leicht brutzelnde Spiegelei auf der Einladungskarte - soll es in die Irre führen, etwas vortäuschen? Oder steht es etwa doch in Bezug zu der Schau? Klaus von Gaffron stellt ein Jahr lang großformatige Fotobilder auf Alu-Dibond in der Landsberger Kanzlei Becker und Partner aus. Die Arbeiten sind längst und sehr weit der Gegenständlichkeit entflohen, das eins zu eins abgebildete Spiegelei auf der Karte kann deshalb schon leicht verwirrend wirken. Es hat aber, wie Professor Dr. Andreas Kühne in seiner Einführung meinte, sehr wohl etwas mit der Schau zu tun. „Das konkrete Motiv baut ein Spannungsverhältnis zur abstrakten Kunst der Fotobilder auf.“ Das Spiegelei sei quasi ein „Eyecatcher“, ein Symbol dafür, dass sich Klaus von Gaffron auch vom Surrealismus, wie in Dalí mit seinen fließenden Uhren pflegte, bereits verabschiedet hat. Die Ausstellung bei Becker und Partner in der Katharinenstraße lässt sich dreiteilen: Im Eingangsbereich herrscht kühles Blau vor, die Mitte gehört Grün- und Gelbtönen und oben residiert Rot in allen Nuancen. Fotografie sei bei Klaus von Gaffron von Beginn an subjektiv gewesen, sagte Kühne. Einzige Verpflichtung an die Realität sei ein abbildbares Objekt. Dieses werde nur mittels Kamera und Linse arrangiert, manipuliert. Für seine Fotobilder gehe Gaffron nicht den Weg der Bildmanipulation über Photoshop und dergleichen. „Der Künstler ist ein echter Lichtbildner“, so der Laudator, „es gibt nur die Realität des Bildes.“ Grundlage für die Ablichtung seien alles reale Objekte, diese spielten aber in den zur Schau gestellten Bildern keine Rolle mehr. „Die Fotobilder sind gänzlich abstrakt geworden, es gibt weder oben noch unten, selbst die Zeit ist aufgehoben.“

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