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Landsberg

20.10.2019

Landsberg: Gibt es bald Schülerlotsen an der Breslauer Straße?

Dieser Übergang an der Breslauer Straße in Landsberg war Thema in der Sitzung des Jugendbeirats der Stadt. Jetzt wird geprüft, ob an dieser Stelle Schülerlotsen eingesetzt werden können.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Im Landsberger Jugendbeirat geht es um Verkehrsthemen und eine Zwischenlösung für den Skatepark. Was Oberbürgermeister Mathias Neuner zum Thema Klimaschutz sagt.

Zebrastreifen, Mülleimer, Skatepark: Der Jugendbeirat der Stadt Landsberg hatte in seiner dritten Sitzung einige Themen mit Oberbürgermeister Mathias Neuner und dem Jugendreferenten Moritz Hartmann zu besprechen. Unter anderem ging es um die gefahrlose Überquerung der Breslauer Straße von der Holzhauser Straße zum Rewe-Markt gegenüber. Ein weiteres Thema der Sitzung war der Klimaschutz. Da musste sich Neuner einer kritischen Nachfrage stellen.

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In der Breslauer Straße gibt es bereits eine Mittelinsel. Einen Zebrastreifen, wie im Jugendbeirat gefordert, lehnt Neuner ab, weil dieser seiner Meinung nach keine zusätzliche Sicherheit bringt. An den ins Gespräch gebrachten Schülerlotsen hingegen findet der OB Gefallen. Außerdem sollen sich – ein weiterer Vorschlag seitens des Jugendbeirats – die Schulleiter des Dominikus-Zimmermann-Gymnasiums und der Johann-Winklhofer-Realschule mit dem Problem auseinandersetzen. Die vom Jugendbeirat gewünschte Bordsteinabsenkung an der Münchener Straße in Höhe Ziegeleistraße ist laut Neuner bereits in Auftrag gegeben.

Die Jugendlichen wollen in der Innenstadt skaten

Wo kann der Skatepark, der dem Bau der Fuß- und Radwegbrücke über den Lech weichen musste, zumindest vorübergehend stationiert werden? Vorschläge seitens des Oberbürgermeisters sind die Bossewiese, ein Parkplatz im Landsberger Osten oder: „Der TSV Landsberg richtet eine Abteilung Skateboard ein und schafft eine Anlage auf seinem Sportgelände.“

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Den Jugendlichen ist das alles zu weit weg von der Stadtmitte. „Wir haben acht in Frage kommende, innerstädtische Flächen untersucht“, sagte Moritz Hartmann dazu. „Sie sind alle nicht geeignet.“ Möglicherweise könne der Skatepark auf den Außenanlagen des geplanten Jugendzentrums beim Inselbad untergebracht werden, meinte Neuner.

Die Jugendlichen wünschen sich - wie bei einem Treffen im im Mai im Jugendzentrum angesprochen - mehr Mülleimer in der Stadt und auch beispielsweise am Rocca-di-Papa-Weg Aschenbecher. Thematisiert wurde auch die Müllsituation am Wasserwacht-Badeplatz an der Staustufe am Englischen Garten. Für Mathias Neuner sind mehr Abfalleimer keine Lösung. Er richtete den dringenden Appell an die Jugendlichen: „Nehmt euren Müll mit!“

Der Mülll kostet der Stadt viel Geld

Die Stadt gebe derzeit rund eine Million Euro pro Jahr nur für die Entsorgung von Hundekot und Müll in öffentlichen Anlagen aus. Er selbst schenke zur Zeit allen Rauchern in seinem Bekanntenkreis Taschenaschenbecher, denn auch dieser Müll sollte nach seiner Meinung selbst entsorgt werden. Zum Wasserwachtplatz sagte Rathauschef Neuner, das Areal gehöre Uniper und könne genutzt werden, wenn auch aufgeräumt werde. Im Übrigen sei dort Naturschutzgebiet und jegliches Feuer verboten.

Ein von Lennart Möller eingereichter Antrag bezüglich Klimaschutzmaßnahmen der Stadt Landsberg war zu spät eingegangen und konnte deshalb nicht mehr auf die Tagesordnung genommen werden. Er wurde in der Sitzung aber diskutiert. Über den Grund, einen Antrag zu formulieren, sagte Möller, es gebe keine sichtbaren Maßnahmen der Stadt. Es gebe Ziele, aber keine Pläne. Statt Klimaschutz würden Parkplätze geschaffen. Die Stadt solle die Priorität für den Klimaschutz anerkennen, einen Aktionsplan aufstellen, Beschlüsse klimafreundlich fassen und einen jährlichen Klimaschutzbericht veröffentlichen, so Möllers Forderungen.

Was macht die Stadt in Sachen Klimaschutz?

„Es geht scheinbar hauptsächlich um Kommunikation“ – das ist der Eindruck von OB Neuner. In der Folge zählte er eine Reihe von Maßnahmen auf, die die Stadt umgesetzt hat: So seien Straßenlampen gegen LED-Leuchten umgetauscht worden und Heizsysteme werden laut Neuner, wenn ein Wechsel ansteht, modernisiert. Die Stadt betreibe ein Blockheizkraftwerk und nahezu alle dafür möglichen städtischen Gebäude seien mit Fotovoltaikanlagen bestückt. Eine weitere Anlage, das ist der Plan, solle neben der A96 entstehen.

Das neue Wohngebiet am Papierbach sei komplett autofrei. Die Fuß- und Radwegbrücke über den Lech trage ebenfalls zum Klimaschutz bei, so Neuner. Die Stadt verfüge über sechs bis acht E-Bikes, die meisten Fahrzeuge seien Elektrofahrzeuge. Das Problem seien E-Tankstellen. Den Vorschlag seitens des Jugendbeirats, die Stadt möge solche Tankstellen einrichten, lehnte Neuner ab. Es fehle schließlich die dafür erforderliche Infrastruktur und diese müsse der Energieanbieter schaffen.

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