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Landkreis Landsberg

01.07.2020

Landsberg: Markus Wasserle ist der neue Chef der Handwerker

Landsbergs neuer Kreishandwerksmeister Markus Wasserle (Zweiter von links) mit seinem Vorgänger Michael Riedle (Zweiter von rechts), seinem Stellvertreter Wolfgang Zeit (links) und Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl.
Bild: Ulrich

Plus Die Kreishandwerkerschaft Landsberg hat einen neuen Vorsitzenden gewählt. Was Markus Wasserle aus Kaufering wichtig ist und wie er die Corona-Krise meistern will.

Markus Wasserle ist neuer Kreishandwerksmeister. Bei der Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft wurde der 39 Jahre alte Gebäudereinigermeister aus Kaufering einstimmig gewählt. Er tritt die Nachfolge von Michael Riedle an, der das Amt acht Jahre ausübte. Der neue Chef der Handwerker im Landkreis Landsberg hat sich bereits in den vergangenen Jahren für die Betriebe engagiert.

Sein Gebäudereinigungsunternehmen hat Markus Wasserle vor 16 Jahren als Ein-Mann-Betrieb gegründet. Mittlerweile beschäftigt er über 300 Mitarbeiter, die einen Jahresumsatz von zwölf Millionen Euro erwirtschaften. Außerdem ist Wasserle politisch in der SPD aktiv und seit Kurzem stellvertretender Landrat. Mit seiner Frau Bianca hat er sechs Kinder, der jüngste Sohn ist acht Monate alt. Als er im Herbst gefragt wurde, ob er Kreishandwerksmeister werden will, habe er nicht sofort zugesagt. Zwei Monate später nach Gesprächen mit Ehrenkreishandwerksmeister Franz Lanzinger und der Rückendeckung seiner Frau sagte der gelernter Landmaschinenmechaniker zu.

Die Ausbildung liegt ihm am Herzen

Markus Wasserle sieht sich als klassischen Dienstleister – für Kunden und Kollegen. Auch die Ausbildung liegt ihm am Herzen. 2009 hat er zusammen mit Stadtrat Jonas Pioch die jährlich stattfindende Ausbildungsmesse Landsberg ins Leben gerufen – mit kräftiger Beteiligung des regionalen Handwerks: Bei der Messe vermitteln die Betriebe den Jugendlichen einen Einblick in verschiedene Berufe.

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„Sowohl in meinem Unternehmen als auch bei meiner Arbeit als Kreishandwerksmeister steht für mich der Mensch im Mittelpunkt“, sagt Markus Wasserle. Neben der Fachkräfteakquise gehe es ihm vor allem darum, dass das Handwerk als Arbeitgeber sichtbar ist. Deswegen lege er auch viel Wert auf die Imagebildung. „Das Handwerk steht für Werte wie Verlässlichkeit und bietet sichere Arbeitsplätze sowie ein familiäres Klima in den Betrieben, wo der Mensch als Ganzes und eben nicht nur als Nummer gesehen wird. Diese Werte zu pflegen und nach außen zu kommunizieren, wird unser aller Aufgabe sein“, so Wasserle.

Das Konjunkturpaket der Bundesregierung zur Abmilderung der Corona-Krise sieht der neue Kreishandwerksmeister als Chance. Ziel sei vor allem, die Wertschöpfung in der Region zu behalten. Dies setze bei öffentlichen Ausschreibungen allerdings voraus, dass die Kommune klar und verständlich ausschreibe und dass regionale Handwerker auch Angebote abgeben.

Deutlich weniger Lehrverträge als 2019

Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl berichtete bei der Mitgliederversammlung, dass die Nachwirkungen der Corona-Krise dem Handwerk weiterhin zu schaffen machen: „Die Situation ist für uns alle nicht einfach.“ Die Kammer steht im regelmäßigen Austausch mit dem bayerischen Wirtschaftsministerium und macht sich für Entlastungen der Betriebe stark – etwa bei Steuern und Abgaben. Die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer könne zwar die Nachfrage erhöhen, sei aber für die kleinen und mittleren Unternehmen mit großem Aufwand verbunden. Mit Sorge sieht der Kammerpräsident, dass in den vergangenen Monaten so gut wie keine Berufsorientierung an den Schulen stattfinden konnte. Auch deshalb verzeichne das oberbayerische Handwerk aktuell deutlich weniger Lehrverträge als noch vor einem Jahr.

Der scheidende Kreishandwerksmeister Michael Riedle aus Hohenfurch dankte seinen Vorstandskollegen und besonders seinem Stellvertreter Wolfgang Zeit für die Unterstützung: „Es war eine schöne, aber auch eine schwierige Zeit.“ Besonderer Dank gebühre Ehrenkreishandwerksmeister Franz Lanzinger. „Du hattest immer ein offenes Ohr, hast mir aber auch ab und zu die Meinung gegeigt“, sagte Riedle.

Den neuen Vorstand der Kreishandwerkerschaft Landsberg um Markus Wasserle und Wolfgang Zeit komplettieren Norbert Kees (Bau, Fuchstal), Michael Moser (Metzger, Landsberg), Dietmar Kreitner (Schreiner), Rudolf Aigster (Metall, Pflugdorf), Thomas Engel (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Fuchstal), Johann Fuchs (Schuhmacher, Landsberg), Reinhard Schuster (Zimmerer, Geltendorf) und Karlheinz Dittler (Friseure, Penzing). (lt)

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