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Landsberg

24.07.2020

Landsberg: Müssen Handballer und Basketballer schon wieder pausieren?

Bis wieder ein Spiel stattfindet, dauert es noch. Jetzt haben die Landsberger Basketballer (weiße Trikots) und die Handballer erst mal das Problem, wo sie in den Ferien trainieren sollen. 
Bild: Thorsten Jordan

Plus Erst seit wenigen Wochen können die Landsberger Handballer und Basketballer nach der Corona-Pause wieder richtig trainieren. Doch vor Kurzem gab es für beide eine Hiobsbotschaft. Jetzt sucht man nach Lösungen. Was die Stadt dazu sagt.

Die Nachricht sorgte für einen Schock: In den großen Ferien sind die Sporthallen in Landsberg geschlossen. Monatelang konnten weder Handballer noch Basketballer wegen der Corona-Krise trainieren, jetzt endlich wieder mit Auflagen, doch schon nächste Woche wäre wieder Schluss. Verzweifelt haben sich die Verantwortlichen an die Stadt gewandt.

Die Sorge ist groß bei den Hallensportlern – bereits Mitte September würde die Saison bei den Bayernliga-Basketballern der DJK beginnen. Die Vorbereitung wurde durch die Pandemie sowieso schon gehörig durcheinandergewirbelt, sagt DJK-Vorsitzender Horst Geiger. Wenn man jetzt noch mal mindestens vier Wochen nicht in die Halle könnte, wäre das eine Katastrophe. „Wir haben am 16. Juli davon erfahren, dass die Hallen in den Ferien gesperrt sind“, schildert er die Chronologie. Gemeinsam mit Handball-Abteilungsleiter Roland Neumeyer wandte er sich an Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl – wartet aber noch auf eine Antwort. „Zumindest in der ersten Augustwoche können wir noch ins Sportzentrum, da die Bauarbeiten verschoben wurden“, sagt Geiger gegenüber dem LT.

Hurlach bietet Hallenzeiten an

Wie es aber danach weitergehen soll, steht in den Sternen. „Ich habe in Penzing angefragt, aber da geht nichts.“ Eventuell könnte man auf das Außenfeld der Platanenschule, „aber das ist kein richtiges Training, da die Körbe eine andere Höhe haben“, sagt der Vorsitzende der DJK.

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Im Umland ist inzwischen Roland Neumeyer fündig geworden. „Wir können in Hurlach zweimal in der Woche trainieren und mit Kaufering bin ich noch im Gespräch.“ Allerdings sucht er noch eine Möglichkeit, mit seinen Jugendmannschaften zu trainieren. „Erst musste man wegen Corona so lange pausieren und jetzt wegen den Ferien. Da muss man langsam Angst haben, dass die Mitglieder wegbrechen.“ Als Grund dafür, warum die Hallen in den Ferien nicht zur Verfügung stünden, war ihm der Personalmangel genannt worden. „Es hat geheißen, dass weder die Hipper-Halle noch das Sportzentrum oder die Saarburghalle geöffnet werden kann, da kein Personal zur Verfügung stehe, das die Einhaltung der Hygieneregeln kontrolliere“, so der Handballchef.

Die Sicherheit geht vor

Das bestätigte auch Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl. „Wir müssen die Hygienerichtlinien einhalten, das bedeutet eine Reinigung nach Corona-Richtlinien. Da ist es nicht damit getan, den Boden zu wischen, es müssen auch die Toiletten oder Türklinken geputzt werden. Und das nach jedem Besuch.“ Und das erfordere Personal. Sie will sich am Montag dem Thema annehmen. „Ich unterstütze die Vereine wo es geht. Aber es gibt Grenzen und wenn wir die überschreiten, geht es zulasten der Sicherheit“, so Doris Baumgartl. Nichts wusste bislang Sportreferent Karl Greißl von dem Problem. „Wenn sich die Vereine bereits an Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl gewandt haben, ist es ja schon an höchster Stelle“, sagte er auf LT-Nachfrage. Trotzdem wolle er noch mal kundig machen.

Aber es ist nicht nur das Training, das den Basketballern und Handballern Sorgen bereitet – noch sei auch nicht klar, ob sie ihre Spiele in Landsberg austragen können. „Ob im September der Spielbetrieb zugelassen wird, ist noch nicht sicher“, sagt DJK-Vorsitzender Horst Geiger. Der Verein werde auch in diesem Fall erst wieder ein Hygienekonzept erarbeiten müssen, in dem auch geregelt ist, wie man mit den Zuschauern umgeht: „Wobei es in der großen Sporthalle kein Problem ist, 60, 80 oder auch 100 Zuschauer mit genügend Abstand unterzubringen.“

Auch die Spiele sind in Gefahr

Schwieriger könnte es da für die Handballer werden, die ihre Spiele vornehmlich in der Hipper-Halle austragen. Aber auch da ist Roland Neumeyer sicher, mit Klebebändern für die nötigen Abstände bei den Zuschauern sorgen zu können. Jetzt aber ist erst mal das Training wichtig, damit es überhaupt eine ordentliche Saison geben kann.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von LT-Redakteurin Margit Messelhäuser: Für die Hallensportler muss eine Lösung her

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