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Landsberg

04.02.2020

Landsberg: Polizei erschießt schwer verletzten Biber

Biber spazieren auch durch die Landsberger Altstadt, wie dieses in Rudolf Gilks Stadtfilm am Mühlbach abgelichtete Exemplar. In der Nacht auf Dienstag wurde ein Biber an der Karolinenbrücke angefahren und musste getötet werden.
Bild: Rudolf Gilk (Archivbild)

Plus Mitten in Landsberg gibt es einen Unfall mit einem Biber. Die Polizei hat am Ende nur eine Wahl.

An den Gewässern in Landsberg leben Biber und sie sind auch immer mal wieder in der Altstadt unterwegs. Einem dieser Tiere ist ein Ausflug jetzt zum Verhängnis geworden.

Landsberger Polizisten musste das Tier erschießen, nachdem er in der Nacht auf Dienstag auf der Karolinenbrücke angefahren wurde. In den sozialen Medien sorgte dies für eine kontroverse Diskussion. Das Landsberger Tagblatt hat bei der Polizei nachgefragt, warum das Tier getötet wurde.

Der kommissarische Leiter der Polizeiinspektion Landsberg, Michael Strohmeier. bestätigt, dass ein Biber auf der Karolinenbrücke angefahren wurde. Das Tier sei so schwer verletzt gewesen, dass es von seinen Qualen erlöst werden musste, so Strohmeier. Es bekam einen Gnadenschuss.

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In der Stadt muss die Polizei einschreiten

Wenn Tiere außerhalb einer Ortschaft angefahren werden, werde in der Regel der zuständige Jäger informiert, der das Tier dann tötet. In der Stadt dürfe ein Jäger aber kein Jagdrecht ausüben, sagt Michael Strohmeier. Zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung müsse in solch einem Fall die Polizei einschreiten.

„Natürlich muss auch das Gefährdungspotenzial eingeschätzt werden“, sagt Strohmeier zum Schusswaffengebrauch. Einem verletzten Biber könne man sich aber auch nicht mit einem Messer nähern, das sei zu gefährlich. Da es sich beim Biber nicht um jagdbares Wild, sondern um ein geschütztes Tier handle, sei das Landratsamt informiert worden, um den Tierkörper zu entfernen.

Biber können auch gefährlich werden. Lesen Sie dazu: Ein Biber geht auf einen Dackel los

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