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Landsberg

18.01.2019

Landsberg: Scharfe Kritik an Feuerwehrreferent Krackhardt

Feuerwehrreferent Georg Krackhardt.
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Feuerwehrreferent Georg Krackhardt.
Bild: Freie Wähler/UBV

Eigentlich läuft die Jahresversammlung der Feuerwehr Landsberg harmonisch ab. Bis ein Vereinsmitglied und ehemaliges Stadtratsmitglied zum Rundumschlag ausholt. 

Die Jahresversammlung der Feuerwehr in Landsberg verlief fast bis zum Schluss routinemäßig: Kommandant Christian Jungbauer referierte über die Einsätze des vergangenen Jahres und der Vereinsvorstand wurde mit Bestätigung von Vorsitzendem Robert Peez und Lars-Hendrik Vockam als seinen Stellvertreter gewählt (Bericht folgt). Dann sorgte beim letzten Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anträge“ Ex-Stadtrat und Feuerwehrvereinsmitglied Michael Kemény für Brisanz.

Ein Mitglied widerspricht am Ende der Kritik

Er thematisierte Angriffe auf Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei bei Unfällen und forderte mehr Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements der Feuerwehr. Dann griff er den Feuerwehrreferenten Georg Krackhardt (UBV) an, der für ihn das Bindeglied zwischen Feuerwehr und Stadtrat sein soll: „Wer sich eineinhalb Jahre bei der Feuerwehr nicht blicken lässt ist für mich nicht Referent für Feuerwehr und Katastrophenschutz.“ Kemény betonte, dass dies seine persönliche Meinung sei und nicht die der Feuerwehr. Ganz alleine steht er aber offensichtlich nicht mit seiner Einschätzung, wie sich aus dem spontanen Applaus eines Teils der Feuerwehrmitglieder ablesen ließ.

Jeder könne seine persönliche Sichtweise haben, sagte Vereinsvorsitzender und Versammlungsleiter Robert Peez. Er persönlich sehe es nicht so, dass der Referent die vergangenen eineinhalb Jahre „nicht da war“. Er verwies darauf, dass Georg Krackhardt gesagt habe, wann er könne und wann nicht. Krackhardt hatte zuvor bei seinen Grußworten erläutert, dass er am Florianitag, dem 4. Mai, an dem auch das neue Feuerwehrfahrzeug TLF 400 gesegnet werden soll, verreist sei. Er kündigte eine Spende von 200 Euro „in die Kasse fürs TLF 400“ an..

Krackhardt selbst will sich nicht äußern

Georg Krackhardt, der selbst erst zum Schluss von Keménys Kritik anwesend war, bekam das Wort und bat darum, dass der Erpftinger Kommandant stellvertretend für ihn sprechen solle. Peez lehnte es jedoch ab, dass man jetzt in ein Zwiegespräch gehe. Es sei bisher eine harmonische Veranstaltung gewesen, bei der die Feuerwehr Landsberg im Mittelpunkt gestanden habe. Er stellte es jedoch der Versammlung frei, weiter zu diskutieren. Es meldete sich Heinrich Pflanz als langjähriges Feuerwehrmitglied zu Wort und sagte, dass der Kontakt zwischen der Stadt und der Feuerwehr gut sei.

Hinsichtlich der Gewalt gegenüber Rettungskräften meinte er, dass dies Einzelfälle seien, die entarteten. „Wir sollten uns nicht in eine Opferrolle ziehen lassen“ sagte er und erhielt für seinen Beitrag großen Applaus. „Es hat noch nie so viel Anerkennung seitens der Stadt gegeben wie jetzt“, merkte Pflanz zum Schluss noch an. „Das ist auch mein Eindruck“, sagte Robert Peez und verwies darauf, dass viele Stadträte zur Versammlung gekommen seien.

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