Newsticker
Kanzlerin Merkel stellt sich hinter Armin Laschets Vorstoß für einen "Brücken-Lockdown"
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Landsberg: Wer sind die unbekannten Steinewerfer?

Landsberg

15.11.2019

Landsberg: Wer sind die unbekannten Steinewerfer?

Wieder haben Steinewerfer in Landsberg zugeschlagen:  Am Haus für Kinder Zu den Heiligen Engeln wurde die Tür stark beschädigt.
Foto: Julian Leitenstorfer

Plus Seit Monaten beschädigen Unbekannte in Landsberg Türen und Fenster. Jetzt meldet die Polizei weitere Vorfälle und sucht dringend nach Zeugen.

Es ist die reine Lust an der Zerstörung: Erneut meldet die Landsberger Polizei mehrere Fälle von Vandalismus in Landsberg – seit Herbst waren es schon etliche solcher Fälle, bei denen meistens Steine zum Einsatz kamen. Nachdem in der Nacht auf Freitag die Tür des Kindergartens Zu den Heiligen Engeln zerstört wurde, meldet die Polizei am Samstag weitere Fälle im Landsberger Westen und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung.

In den Sozialen Medien sorgte der Vorfall am Kindergarten für Empörung und Unverständnis. Die Polizei vermutet, dass die Eingangstür des Kindergartens in der Nacht auf Freitag mit einem Blumenkübel eingeworfen wurde. Die Glasscheibe der Türe ist dadurch mehrfach gesprungen und komplett beschädigt. Der Sachschaden beträgt rund 2000 Euro. In der Zeit von Mittwoch, 13 Uhr, auf Donnerstag, 7 Uhr, traf es zwei Fensterscheiben an der Johann-Winklhofer-Realschule, die mit Steinen eingeschlagen wurden. Auch dort liegt der Schaden bei rund 2000 Euro.

In ihrem Pressebericht von Samstag meldet die Polizei weitere Fälle: So wurden von Donnerstag auf Freitag am Dominikus-Zimmermann-Gymnasium an einem Raum im Tiefparterre/Souterrain eine Scheibe mit einem Kieselstein eingeworfen. Der Schaden beläuft sich auf etwa 300 Euro. Zudem wurde an der Fritz-Beck-Mittelschule ebenfalls eine Fensterscheibe mit einem Stein beworfen, diese splitterte, ging jedoch nicht völlig zu Bruch. Der Schaden wird auf 200 Euro geschätzt. Am Freitag zwischen 18.30 und 19.30 Uhr wurde in der Rotbuchenstraße der Glaseinsatz einer Haustüre zu einem Mehrfamilienhaus durch einen Steinwurf beschädigt. Zudem ging eine Blumenvase zu Bruch. Der Sachschaden wird auf 1200 Euro geschätzt.

Die Vandalen waren diese Woche schon mal unterwegs

Steinewerfer waren in den Tagen davor bereits unterwegs. Am Montag wurde – wie berichtet – die Tür eines Mehrfamilienhauses in der Carl-Friedrich-Benz-Straße getroffen, am Dienstag flog an der gleichen Stelle wieder ein Stein gegen eine Eingangstür und durchschlug diese. Beide Male geschah das gegen 17.30 Uhr. Zuvor waren bereits bei zwei Mehrfamilienhäusern in der Pater-Rupert-Mayer Straße und in der Asternstraße eine Glastür und ein Fenster eingeworfen worden.

Polizeisprecher Stefan Mang berichtet, dass es seit Anfang September im gesamten Stadtgebiet wiederholt zu Sachbeschädigungen gekommen sei. Insgesamt wurden 25 Fälle registriert. Jetzt im Westen, zuvor im Osten im Bereich Hofgraben und Alte Bergstraße. Fenster und Türen wurden mittels Steinen oder anderen schweren Gegenständen eingeworfen und damit erheblich beschädigt oder zerstört. Insgesamt konnten bis dato 25 Taten gezählt werden. Die Sachschäden liegen dabei mittlerweile in einen Bereich von mehreren Tausend Euro.

Polizei und Sicherheitswache patrouillieren

Was kann die Polizei tun? Verstärkt Streife fahren, wie Mang erläutert. Auch die Sicherheitswacht sei am Mittwochabend mit einer und am Donnerstagabend mit zwei Streifen unterwegs gewesen. „Sie waren von 18 bis 23 Uhr unterwegs.“ Wenn vor Ort noch die Steine oder Wurfgegenstände gefunden werden, werden sie laut Mang als Tatmittel sichergestellt. Doch selbst wenn die Polizei Spuren der unbekannten Täter entdeckt, müssen erst Tatverdächtige gefunden werden, mit denen die Spuren abgeglichen werden können. Ein schwieriges Unterfangen bei diesen Vandalismusdelikten, die oft spontan begangen würden, wie Mang sagt. „Wir sind auf Hinweise der Bevölkerung angewiesen.“

Hinweise an die Polizei Landsberg unter Telefon 08191/932-0.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren