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Landsberg

21.07.2019

Landsberg feiert ein sonniges Historienfest

Ein malerisches Bild aus einem ganz besonderen Blickwinkel vom Sandauer Tor aus: Hier ziehen die Themenwagen und Fußgruppen des Ruethenfestzugs vom Vorderanger in den Hinteranger.
Bild: Julian Leitenstorfer

Zu den Umzügen am Samstag und Sonntag kamen jeweils zwischen 8.000 und 10.000 Zuschauer. Das Wetter war fast perfekt. Was alles geboten war

Landsberg hat ein fulminantes Ruethenfestwochenende erlebt, dem der Wettergott gnädig war: Die beiden Festzüge konnten trockenen Hauptes absolviert werden. Am Samstag fanden sich nach Schätzung der Polizei 10.000 Besucher und am Sonntag an die 8.500 Zuschauer ein, um die Umzüge zu erleben.

Perfekte laue Sommerabende

Für das historische Altstadttreiben am Freitag- und Samstagabend war das Wetter perfekt: Die Besucher konnten auf dem Hellmairplatz, beim Ruethenfestmarkt und an den vielen Außenbewirtungen sitzen und die Abende bei über 20 Grad genießen.

Am Freitag konzentrierte sich das mittelalterliche Treiben auf den Hauptplatz, Moriskentänzer mit einem Hauch Schabernack waren zu erleben, die jugendlichen Akrobaten der Kaufbeurer Gruppe Artistica Anam Cara und Fahnenschwinger aus Mindelheim. Teallach Mara bot eine spektakuläre Feuershow, bei der zum Schluss sogar einige Flammen aus den Strohballen auf der Bühne schossen – die aber schnell gelöscht waren.

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Musikanten sorgten für ausgelassene Stimmung

Wie schon die Tage zuvor, boten Händler und Handwerker ihre Ware beim Ruethenfestmarkt feil, Kinder konnten dort ein Karussell in Wasserradform ausprobieren oder mit Pfeil und Bogen schießen. Der Barde Peter von der Herrenwiese gab am Roßmarkt Lieder zum Besten und vor dem Wirtshaus am Spitalplatz sorgten die Landsberger Wirtshausmusikanten für ausgelassene Stimmung.

Bei strahlendem Sonnenschein beziehungsweise einem Sonne-Wolken-Mix erlebten Tausende Besucher am Samstag und Sonntag einen perfekten Ruethenfestzug. 1020 Kinder waren daran beteiligt – entweder als Fußgruppen oder auf den zahlreichen Festwagen, die die Geschichte Landsbergs erzählen und historische Persönlichkeiten darstellen.

Leuchtende Frühlingsfarben und zartes Rosa

Der Vorsitzende des Ruethenfestvereins, Tobias Wohlfahrt, stellte die verschiedenen Gruppen und Wägen vor, und den Zuschauern bot sich ein buntes Bild von unzähligen Kindern in historischen Kostümen oder als Blumen- und Rosenmädchen gekleidet in leuchtende Frühlingsfarben oder zartes Rosa.

Zugteilnehmer und Zuschauer schwitzten vor allem am Samstag ordentlich, drei Personen mussten laut BRK wegen eines Schwächeanfalls behandelt werden, ernsthafte Vorkommnisses gab es aber keine und auch die Polizei vermeldete, dass alles ruhig sei.

Bei Vorführungen auf dem Hauptplatz – unter anderem dem Tanz der Bürger mit Herzog Ernst und der Feuershow – sowie Gauklern in den Straßen konnten die Landsberger am Samstag erneut eine lebendige Historiennacht erleben.

Die Fahnenschwinger konnten erst am Nachmittag auftreten

Am Sonntag sorgte frühmorgendlicher Regen für eine kurze Unterbrechung der Festivität, der 10-Uhr-Termin der Fahnenschwinger musste auf Nachmittag verschoben werden, aber danach hielt sich das Wetter, obwohl sich immer wieder dunkle Wolken zeigten.

Auf dem Hauptplatz schlossen sich nach dem Umzug noch Auftritte von unter anderem Fahnenschwingern und Tänzern an. Danach stand Landsbergs Stadtmitte erneut unter dem Motto „Altstadttreiben“ – diesmal bei etwas frischeren Temperaturen. Um 22 Uhr beendete ein großes Feuerwerk das Landsberger Ruethenfest, das erst wieder in vier Jahren gefeiert werden wird.

Lesen Sie zum Ruehtenfest einen Kommentar von Stephanie Millonig: Ruethenfest: Kinder spielen auch analog

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Ruethenfest: Impressionen vom Festwochenende
Bild: Julian Leitenstorfer
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