Newsticker

Erstmals seit neun Tagen: Italien meldet weniger als 700 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Landsberger Grüne gegen Schweinemast

Petition

08.03.2013

Landsberger Grüne gegen Schweinemast

Zwischen Scheuring und Winkl plant ein Landwirt einen Schweinemastbetrieb. Die Landsberger Grünen wollen dies verhindern.
Bild: Bernhard Weizenegger

Aktion im Internet soll geplanten Betrieb zwischen Scheuring und Winkl verhindern

Via Online-Petition fordert der Ortsverband der Grünen in Landsberg die Bürgermeister von Scheuring und Prittriching, Manfred Menhard und Peter Ditsch, sowie Landrat Walter Eichner auf, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um einen zwischen Scheuring und Winkl geplanten Schweinemastbetrieb zu verhindern. Die Massentierhaltung habe verheerende Folgen für die Umwelt und die Menschen; ganz zu schweigen vom unermesslichen Leid der Tiere, heißt es in der Petition die bis gestern Abend fast 300 Personen unterschrieben hatten.

Unterzeichner aus ganz Deutschland

Mit jeder Unterschrift im Internet geht auch eine E-Mail an Walter Eichner, Manfred Menhard und Peter Ditsch. „Wir haben gleich ein eigenes Postfach eingerichtet“, sagt Wolfgang Müller, der Pressesprecher im Landratsamt. Die Unterzeichner kommen nicht nur aus dem Landkreis, sondern aus ganz Deutschland, auch aus der Schweiz und Frankreich gibt es ein Nein zum geplanten Schweinemastbetrieb. Ins Leben gerufen wurde die Petition vom Ortsverband der Grünen in Landsberg. Er befürchtet unter anderem, dass der Gestank einer solchen Mastanlage über Kilometer deutlich wahrnehmbar ist. In Winkl und Scheuring sei daher mit sinkender Lebensqualität und fallenden Grundstückspreisen zu rechnen. Firmen würden abwandern oder sich nicht mehr ansiedeln. Wie bereits berichtet, hat der Gemeinderat Scheuring Mitte Januar einstimmig sein Einvernehmen zu dem Bauvorhaben erteilt. Ein Landwirt, der im Ort bereits eine Ferkelaufzucht betreibt, plant einen Stall für rund 340 Ferkel und mehr als 600 Zuchtschweine. Drei Gebäude sollen laut Landratsamt errichtet werden, ein 23 mal 44 Meter großer Maststall, ein Ganzkörnersilo und eine abgeschlossene Güllegrube.

„Für uns als Gemeinde ist das Thema abgeschlossen“, sagt Bürgermeister Manfred Menhard. Zuständige Genehmigungsbehörde sei das Landratsamt. Dort liegt mittlerweile ein Antrag auf Baugenehmigung vor, wie Wolfgang Müller sagt. Dieser Antrag werde nun geprüft und nach dem üblichen Vorgehen abgearbeitet. Dazu gehöre zunächst die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Zu klären sei unter anderem, ob die Auflagen des Naturschutzes, des Gewässerschutzes und des Immissionsschutzes (zum Beispiel Luftverunreinigungen oder Geräusche) eingehalten werden. Die Stellungnahmen der einzelnen Behörden müssten abgewartet werden, bis eine Entscheidung zum Antrag fällt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren