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Landsberger Lechstrand: Wer feiert, kann auch aufräumen

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Kommentar Von Alexandra Lutzenberger
24.04.2019

Seinen Müll einfach liegen lassen. Das scheint derzeit eine verbreitete Unsitte - und das nicht nur am Lechstrand - zu sein. Dann muss man sich aber auch nicht wundern, wenn die Gemeinden und Städte Stück für Stück alle Möglichkeiten zum Feiern absperren. Eine Folge, die doch eigentlich keiner will. Ein Kommentar von LT-Redaktionsleiterin Alexandra Lutzenberger.

Das Inselbad und sein eigener Lechstrand sind etwas Besonderes. Die Landsberger sind stolz darauf und haben sogar einen eigenen Verein gegründet, der sich um die Pflege dieses kleinen Strandes kümmert. Mit viel Herzblut, Engagement und Initiative. So schaffen sie es, ein Stück Natur für die Inselbadbesucher zu erhalten, und zwar so, dass man dort auch Kinder im Kies spielen lassen kann. Wenigstens dort war der Strand bisher frei von Unrat und zerbrochenen Flaschen.

Der Bericht zum Kommentar: Vandalismus am Lechstrand: Kaputte Bänke und jede Menge Scherben

Umweltsünder sind unerwünscht

Alle Besucher, die während der Öffnungszeiten dort sind, achten darauf. Wer es nicht macht, wird nicht nur vom Verein, sondern auch von den übrigen Besuchern darauf aufmerksam gemacht, dass Umweltsünder dort unerwünscht sind.

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Eine Idylle am Lech also, die sehr schützenswert ist. Das weiß jeder, der täglich beim Spazieren gehen mit Kindern oder Hund sieht, wie die restlichen Strände entlang des Lechs aussehen. Dort liegt oft ein ziemlicher Scherbenhaufen, weil so manche feierwütigen Menschen einfach kein Benehmen mehr haben.

Auch für saubere Flüsse und Plätze demonstrieren

Um es noch mal ganz deutlich zu sagen: Es geht nicht darum, dass man am Lech nicht feiern darf. Im Gegenteil: Dort ist es besonders schön, und das soll auch so bleiben. . Es geht darum, dass Leute, die das tun, ihren Müll auch wieder mitnehmen. Für eine saubere Umwelt sprich den Klimaschutz demonstrieren viele Jugendliche völlig zu Recht. Das sollte auch für die Umwelt direkt vor Ort gelten. Nicht nur fürs Klima, sondern auch für unsere Flüsse, Plätze und Straßen.

Lascher Umgang mit dem Müll

Welche Auswirkungen dieser unglaublich lasche Umgang mit Müll gerade hat, kann man derzeit an der Seeanlage in Schondorf sehen. Dort darf man an bestimmten Tagen gar nichts mehr machen, als stehen und schauen. Traurig, wenn eine Gemeinde solche Anti-Feier-ordnungen treffen muss, weil viele Menschen glauben, sie können die Seeanlage bei Festen als Müllplatz benutzen. Das liegt übrigens nicht an den Partyveranstaltern, sondern an denen, die in diesen Anlagen „vorglühen“ müssen.

Wenn jetzt auch in Landsberg (auf welche Weise auch immer) auf den geschützten Teil des Lechstrands eingedrungen wird, Bänke rausgerissen werden, dann muss man sich nicht wundern, wenn man angezeigt wird und dieser Bereich noch mehr geschützt wird. Solche Vandalen braucht keiner. Doch leider ist das derzeit ein verbreitetes Phänomen.

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