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Landsberg

24.01.2019

Landsberger Schüler demonstrieren in Berlin fürs Klima

In zahlreichen Städten wurde bereits am vergangenen Freitag für einen besseren Klimaschutz demonstriert. Unser Bild wurde in Ulm aufgenommen.
Bild: Alexander Kaya

Auch aus dem Landkreis Landsberg machen viele Jugendliche bei „Fridays For Future“ mit und demonstrieren in Berlin. Manche müssen allerdings mit Konsequenzen rechnen.

Am Freitag wollen erneut Tausende junge Menschen für eine konsequente Klimapolitik demonstrieren. Anlass des Streiks, den die Bewegung „Fridays For Future“ initiiert, ist die letzte Sitzung der Kohlekommission in Berlin. Auch aus Landsberg und Umgebung werden junge Menschen nach Berlin reisen, um dieses Anliegen zu vertreten. Schüler Jonathan Auer, der die Reise nach Berlin organisiert, geht davon aus, dass aus dem Landkreis 40 bis 60 Schüler teilnehmen werden.

Vom Wirtschaftsministerium bis zum Kanzleramt

Der Klimastreik beginnt um 12 Uhr vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in der Invalidenstraße. Nach etwa einer Stunde ziehen die Streikenden zum Kanzleramt. Nach einer Zwischenkundgebung geht es zurück zum Wirtschaftsministerium zur Abschlussveranstaltung. Nachdem am vergangenen Freitag in über 50 Städten in Deutschland über 30.000 junge Menschen für eine zukunftsfähige Klimapolitik auf die Straße gegangen sind, machen sie nun direkt vor Ort Druck auf die Mitglieder der Kohlekommission.

Lesen Sie dazu auch: Tausende Jugendliche demonstrieren für mehr Klimaschutz

Jonathan Auer, der die 11. Klasse der Waldorfschule Landsberg besucht, sagt dazu: „Wir erinnern die Mitglieder der Kohlekommission an ihre Verantwortung für unser aller Zukunft. Ein Kohleausstieg nach 2030 ist für uns keine Option.“

Am Samstagmorgen sind sie wieder zurück

Die Klima-Demonstranten aus dem Landkreis fahren am Donnerstagabend mit einem Fernbus über Nacht nach Berlin und wollen bis Samstagfrüh wieder zurück sein. Die Busfahrt soll CO2-neutral erfolgen – über den Fahrpreis würden Klimaschutzprojekte unterstützt, beispielsweise die Pflanzung von Bäumen, erklärt Jonathan Auer. „Fridays For Future“-Aktionen hatte es bereits am vergangenen Freitag in vielen Städten gegeben. Aus Schulen aus dem Landkreis haben sich laut Jonathan Auer über 100 Schüler an den Demonstrationen in Augsburg und München beteiligt.

Verweise oder Wohlwollen?

Schüler von staatlichen Schulen müssen mit Verweisen rechnen, wenn sie daran teilnehmen und nicht in den Unterricht kommen. In der Waldorfschule werden die Klimaschutz-Demos bislang mit einem gewissen Wohlwollen gesehen, sagt Jonathan Auer: „Bislang hatte das keine Konsequenzen und die Lehrer waren eher auf unserer Seite.“

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