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Landsberg

06.05.2020

Landsbergs neue Oberbürgermeisterin bekommt zwei Männer als Stellvertreter

Landsbergs neue Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl erhielt in der Stadtratssitzung aus den Händen des ältesten Stadtratsmitglieds Dieter Völkel die Amtskette.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Doris Baumgartl ist jetzt als Oberbürgermeisterin von Landsberg ganz offiziell im Amt. Die Wahl ihrer Stellvertreter fällt eindeutig aus. Ein CSU-Mann unterliegt jeweils klar.

Doris Baumgartl (UBV) ist jetzt ganz offiziell Oberbürgermeisterin von Landsberg. Denn in der konstituierenden Sitzung des Stadtrats am Mittwochabend wurde ihr vom ältesten Stadtratsmitglied Dieter Völkel ( SPD) die Amtskette überreicht. Auch ihre Stellvertreter wurden gewählt. Und die jeweilige Wahl war eindeutig.

Es war eine besondere Sitzung im doppelten Sinn. Eine konstituierende Sitzung gibt es nur alle sechs Jahre, unter den Umständen der Corona-Krise lief diese aber auch noch anders ab als üblich. Das begann schon beim Ort der Sitzung. Statt im Sitzungssaal des Rathauses traf man sich in der Aula der Mittelschule, in der die Abstandsregelung eingehalten werden konnte. Rund 40 Bürger waren gekommen. Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl sprach von einem Pult auf einer Bühne, auf den Tischen der Stadträte lagen Schutzmasken aus, sie zu tragen; war allerdings keine Pflicht.

Landsbergs neue Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV) mit ihren beiden Stellvertretern. Links: Zweiter Bürgermeister Moritz Hartmann (Grüne), rechts: Dritter Bürgermeister Felix Bredschneijder (SPD).
Bild: Thorsten Jordan

Auch die offizielle Übergabe der Amtskette fand auf der Bühne statt. Das älteste Stadtratsmitglied Dieter Völkel (77) übergab sie jedoch lediglich, anstatt sie der Oberbürgermeisterin umzuhängen. Zuvor sagte der langjährige SPD-Stadtrat (seit 1990), dass es schwierige Zeiten seien, in denen Doris Baumgartl ihr Amt antrete. In diesen Zeiten benötige man einen Kompass. Den habe Baumgartl. Ihr Kompass sei die Liebe zur Stadt Landsberg und ihren Bürgern. „Die Liebe zur Stadt und ihren Bürgern ist das Band, das sie mit den Stadträten verbindet“, sagte er. Das sollte eine solide Basis für die Zusammenarbeit sein.

Den Amtseid muss Baumgartl nicht ablegen

Einen Eid musste Doris Baumgartl nicht ablegen, da sie bereits vor sechs Jahren als Zweite Bürgermeisterin vereidigt worden war. Sie sagte, sie blicke trotz Corona-Krise positiv in die Zukunft. „Dazu haben wir allen Grund.“ Die Stadt Landsberg habe beste Voraussetzungen und gerade in diesen schwierigen Zeiten hätten unterschiedliche Gruppen in der Stadt großen Zusammenhalt gezeigt. Sie wolle konstruktiv, offen, fair und vertrauensvoll mit den Stadträten zusammenarbeiten, zum Wohle der Bürger.

Danach wurden die elf neuen Stadträte vereidigt. Ihren Eid legte sie auf der Bühne ab. Es folgte die Wahl des Zweiten und Dritten Bürgermeisters. Bereits im Vorfeld hatte unsere Zeitung berichtet, dass Doris Baumgartl gerne mit Moritz Hartmann (Grüne) und Felix Bredschneijder (SPD) zusammenarbeiten würde. Zur Wahl des Zweiten Bürgermeisters wurden Moritz Hartmann und für die stärkste Fraktion Christian Hettmer ( CSU) vorgeschlagen. Gewählt wurde geheim, dazu standen zwei Wahlkabinen in der Aula. Hartmann erhielt 21 Stimmen, Hettmer neun, eine Stimme war ungültig.

Moritz Hartmann freute sich über das deutliche Ergebnis und auf eine „tolle, ehrliche und transparente“ Zusammenarbeit. Für die Wahl des Dritten Bürgermeisters wurden Felix Bredschneijder und Christian Hettmer vorgeschlagen. Das Ergebnis war ebenfalls eindeutig: Auf Bredschneijder entfielen 21 Stimmen, auf Hettmer zehn. Damit hatte sich bestätigt, was im Vorfeld bereits angedeutet wurde - die CSU ging als stärkste Fraktion im Stadtrat trotzdem leer aus.

An den unterlegenen CSU-Stadtrat gerichtet sagte Doris Baumgartl, dass sie sein Engagement im Stadtrat sehr schätze und auf eine konstruktive Zusammenarbeit hofft. Mit ihren beiden Stellvertretern wolle sie ein „gutes Team“ bilden.

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