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20.06.2009

Landwirt droht lebenslange Haft

Augsburg/Penzing (mti) - Im sogenannten Penzinger Güllemord hat die Augsburger Staatsanwaltschaft jetzt Anklage wegen zweifachen Mordes zum Schwurgericht erhoben. Dem mutmaßlichen Täter, einem 35-jährigen Landwirt, der gestanden hat, Vater und Mutter umgebracht zu haben, droht eine lebenslängliche Freiheitsstrafe.

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ist der Angeschuldigte dringend verdächtig, am 5. Januar seine mit ihm auf dem Hof lebenden Eltern "heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen getötet" zu haben. Die Tat habe er seit Langem geplant. Im Dorf hatte seinerzeit nicht nur die Tat und ihre brutale Ausführung für Entsetzen gesorgt, sondern auch die Tatsache, dass der Sohn das Milchvieh auf dem Hof vor der Tat bereits an Händler verkauft haben soll.

Und so spielte sich die Tat nach Angaben der Ermittler ab: Zunächst soll der Angeschuldigte am Nachmittag seine 53-jährige Mutter auf dem Weg vom Stall zum Wohnhaus mit einer Axt von hinten niedergeschlagen und in die Güllegrube geworfen haben. Als die Geschädigte dort wieder zu sich gekommen sei und geschrieen habe, soll der Angeschuldigte solange mehrfach mit der Axt auf den Kopf der Geschädigten eingeschlagen haben, bis diese starb.

Danach soll er seinen 70-jährigen Vater unter dem Vorwand, dass seine Mutter gestürzt sei und Hilfe benötige, aus dem Wohnhaus gelockt haben, bevor er ihn auf dem Hof mit der Axt von hinten mit zwei Schlägen bewusstlos schlug und in die Güllegrube warf. Dort erstickte das Opfer kurz darauf an eingeatmetem Kuhmist, so die Staatsanwaltschaft.

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Der Angeklagte, der die Tat bereits vor der Polizei gestanden haben soll, befindet sich seit seiner Festnahme kurz nach der Tat in Untersuchungshaft. Ein Termin für die Verhandlung steht nach Angaben von Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai noch nicht fest.

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