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Landkreis Landsberg

09.11.2018

Laternenbasteln leicht gemacht

Kiara Lachmann und Sarah Arzberger (rechts) machen derzeit ein Praktikum in unserer Redaktion und haben zu St. Martin Laternen gebastelt.
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Kiara Lachmann und Sarah Arzberger (rechts) machen derzeit ein Praktikum in unserer Redaktion und haben zu St. Martin Laternen gebastelt.
Bild: Julian Leitenstorfer

Lichterglanz und fröhliche Lieder: Im Landkreis finden wieder die Martinsumzüge statt. Wie schwer ist es, eine Laterne zu basteln? Die LT-Praktikantinnen haben’s ausprobiert.

„Ich geh’ mit meiner Laterne...“ Zwar ist erst am Sonntag St. Martin, aber schon in diesen Tagen finden im Landkreis zahlreiche Umzüge zu Ehren des spendablen Reiters statt. Neben dem Martinsspiel, Blasmusik und süßen Martinsgänsen gehört natürlich auch eine Laterne dazu. Viele von uns erinnern sich noch an die Kindheit, als im Kindergarten oder der Grundschule eifrig gebastelt wurde. Wie man im Handumdrehen eine Laterne bastelt, haben die LT-Praktikantinnen Sarah Arzberger und Kiara Lachmann getestet. Während Sarah fachmännische Hilfe hatte, setzte Kiara auf das Internet und eine Videoanleitung bei Youtube.

Sarah Um mir zeigen zu lassen, wie man heute im Kindergarten Sankt-Martins-Laternen bastelt, habe ich die Pinguingruppe des Kindergartens Don Bosco in Kaufering besucht. „Wir haben dieses Jahr ganz passend Gänselaternen mit den Kindern gebastelt“, sagt Anne Geiger. Sie ist Heilerziehungshelferin und gab auch mir Anweisungen, wie ich meine Laterne basteln muss. Gemeinsam setzen wir uns an einen kleinen Tisch, und sie bereitet alle Bastelutensilien vor, die ich für meine Laterne brauche. Praktisch ist natürlich, dass die Formen für Kopf und Füße schon vorgezeichnet sind. Auch der Korpus für die Gans war schon aus Wellpappe vorgefertigt. „Die Bastelsachen mussten wir schon im September bestellen, damit wir sie rechtzeitig zu Sankt Martin haben“, so Geiger.

Zuerst ist Schneidarbeit gefragt

Dann geht’s mit dem Basteln los. Zuerst schneide ich zwei Kreise aus Architektenpapier aus, die danach mit doppelseitigem Klebeband auf beide Außenseiten des Körpers geklebt werden. „Dieses Papier eignet sich gut zum Basteln, weil es reißfester ist als Pergamentpapier“, erklärte Anne Geiger. Als Nächstes muss ich die auf Pappkarton vorgemalten Formen für den Kopf, den Schnabel und die Füße ausschneiden. Alles zwei Mal natürlich, damit die Gans von beiden Seiten zu erkennen ist. „Jetzt kannst du auf den Kopf Augen und den Schnabel aufkleben“, lautet die nächste Anweisung. Nachdem ich das erledigt habe, muss ich auf die beiden Körperhälften Klebestreifen in V-Form anbringen. „Darauf klebst du dann weiße Federn als Flügel.“

Nach 40 Minuten ist alles fertig

Bislang war’s einfach. Jetzt wird’s komplizierter: das Hintackern der Füße und des Kopfes sowie das Zusammenstecken des Körpers. Anne Geiger erklärte, lieber Tacker als Kleber zu verwenden, damit alles besser zusammenhält. „Es wäre ja ärgerlich, wenn beim Martinsumzug lauter Gänsefüße herumfliegen.“ Am Ende noch mit einer Nähnadel zwei Löcher reinstechen – für die Drahthalterung. Nach 40 Minuten ist die Laterne fertig. Es war natürlich von Vorteil, dass der Kindergarten die ganzen Bastelsachen schon hatte und mir die Schritte erklärt worden sind – so lässt sich auch eine kreative und anspruchsvollere Laterne einfach selber basteln.

Kiara: Ich habe mir ein Youtube- Tutorial angeschaut, in dem gezeigt wird, wie man eine Laterne bastelt. Als ich alle nötigen Materialien (Kleber, Schere, Bleistift, Zirkel, Draht und Stock plus Teelicht) zusammen habe – Transparentpapier und Draht hatte ich nicht zu Hause – kann’s losgehen. Das Video selbst ist sehr anschaulich gemacht. Es ist gut strukturiert und alle wichtigen Arbeitsschritte werden erklärt.

Das Erste, was mir auffällt: Meine Laterne wird etwas kleiner, weil ich für Deckel und Boden nur ein kleineres Papier habe als im Video gezeigt. Deshalb kann ich nicht ganz so große Kreise aufzeichnen wie vorgeschlagen. Ich verkleinere den Radius der Kreise einfach etwas, sodass sie auf das Blatt passen. Um später Klebelaschen zum Zusammenkleben von Körper, Boden und Deckel zu haben, werden noch Zacken um den Kreis gemalt. Im nächsten Schritt muss alles noch ausgeschnitten werden.

Es muss viel geklebt werden

Da Boden und Deckel nun etwas kleiner sind, muss ich auch den Körper den neuen Maßen anpassen, was aber kein Problem ist. Für den Körper klebe ich zwei weiße Transpartpapiere zusammen. Aus buntem Transparentpapier schneide ich dann Herbstblätter aus und klebe sie auf das weiße Papier. Das wird die Außendeko. Um Körper und Boden nun zusammenzufügen, bestreiche ich den Körper an der unteren Linie mit Kleber und drücke die Zacken des Bodens fest. Für den Deckel wiederhole ich das Ganze am oberen Teil und klebe dann noch den Seitenschlitz des Laternenkörpers zusammen. Am Ende bastle ich noch die Halterung mit Stock und Draht.

Als Zusammenfassung: Es war etwas knifflig, die Transparentpapierblätter aufzukleben, da diese sich sehr leicht eingerollt haben. Auch das Zusammenkleben von Körper und Deckel beziehungsweise Boden erwies sich als etwas aufwendiger, da es anfangs überhaupt nicht halten wollte. Das Ergebnis kann sich aber durchaus sehen lassen. Das Video hat mir geholfen, und es war bis auf die genannten, kleinen Tücken leicht, die Laterne zu basteln. St. Martin kann kommen.

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