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01.07.2010

Laufen die Kosten aus dem Ruder?

Die Ortsverbindung Scheuring-Kaufering - unsere Aufnahme zeigt den Abschnitt im Westerholz - hat Schäden und muss saniert werden. Foto: Alex Kunz
Bild: Alex Kunz

Scheuring 16 744 Euro - das ist die Summe, die im Scheuringer Gemeinderat am Dienstagabend für Gesprächsstoff gesorgt hat. So viel kostet ein Baugrundgutachten, das vor dem Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Scheuring-Kaufering gemacht werden soll. Wie berichtet, soll die Straße ab der Lichtenberger Kreuzung bis zur Kauferinger Flur 2011 saniert werden.

Abgesehen davon, dass im Haushalt heuer nur 10 000 Euro an Planungskosten dafür vorgesehen sind, entbrannte unter den Ratsmitgliedern eine Grundsatzdebatte. Bürgermeister Manfred Menhard versuchte deutlich zu machen, dass es ohne Gutachten nicht geht. "Falls Zuschüsse kommen, muss ein Gutachten vorgelegt werden." Aus einem Ordner weiß er zwar, aus welchen Materialien Untergrund und Aufbau der Straße aus dem Jahr 1970 bestehen, "aber ob der eingebaute Kies frostsicher ist, das weiß kein Mensch". Einige Gemeinderäte schlossen sich dieser Meinung an, weil sie, bei den Fördergeldern "auf Nummer sicher" gehen wollen. Für Rudolf Aumüller ist es "eine Frage der Gewährleistung, um bei Schäden mit den Kosten nicht alleine dazustehen".

Ranzinger: "Geldschneiderei"

Anders sah es dagegen sein Kollege Rolf Ranzinger, der mit dem Gutachten ein ganz anderes Problem hat. Er störte sich daran, dass etwa alle 30 Meter eine Profilbohrung gemacht werden soll. "Das ist für mich Geldschneiderei. Wenn man das alle 100 Meter macht, bekommt man auch eine Erkenntnis."

Laufen die Kosten aus dem Ruder?

Die Sorge aller brachte aber Thomas Klarer auf den Punkt. "Ich habe das Gefühl, dass uns die Kosten jetzt schon aus dem Ruder laufen." Klarer forderte daher eine Gegenüberstellung, was eine Oberflächenerneuerung und ein Vollausbau kosten würden. Trotz des Zeitdrucks, noch heuer einen Zuschussantrag stellen zu wollen, machte Rathauschef Menhard den Vorschlag, den Tagesordnungspunkt zu vertagen. Stattdessen möchte er sich mit einem Kauferinger Ingenieurbüro zusammensetzen und die Zuschusslage ausloten. "Vielleicht bekommen wir dadurch auch einen groben Überblick über die Kosten."

Menhard möchte außerdem Kontakt mit dem Markt Kaufering aufnehmen. Auf dessen Gemarkung ist die Straße bereits instand gesetzt worden, zeigte aber nach nur wenigen Jahren einige Schäden. In Scheuring will man nun herausfinden, ob vor dem Ausbau auf Kauferinger Seite ein Baugrundgutachten angefertigt wurde. (unz)

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