Projekt

15.04.2015

Lebenswert wohnen

So könnte das geplante Sozialzentrum in Egling aussehen. Diese Ansicht war Teil einer Präsentation, die Franz Löffler, der Vorsitzende der Bürgerstiftung „lebensWert“ den Mitgliedern des Senioren- und Sozialpolitischen Ausschusses des Kreistags vorstellte. 

In Egling soll ein Sozialzentrum entstehen. Der Landkreis Landsberg  unterstützt das Projekt

Vor einigen Jahren haben in Egling engagierte Bürger begonnen, ein Projekt zur Unterstützung von Senioren und anderen pflegebedürftigen Personen im nördlichen Landkreis zu planen. Die Bürgerstiftung „lebensWert“ hat mittlerweile eine Seniorenberaterin eingestellt und plant nun den nächsten Schritt. Den Bau eines Sozialzentrums. Der Landkreis wird dieses Projekt wohl unterstützen.

Franz Löffler ist der Vorsitzende der Bürgerstiftung. In der Sitzung des Senioren- und Sozialpolitischen Ausschusses des Kreistags stellte er die Pläne für das Sozialzentrum vor. Die Stiftung, die bereits einen Grundstock von 54000 Euro angesammelt habe, arbeite im Auftrag der Gemeinde als eine Art Projektmoderator. Die 6800 Quadratmeter große Fläche für das Zentrum sei bereits erworben. Mitte November stimmte der Gemeinderat mit großer Mehrheit der Änderung des Flächennutzungsplans und dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan zu. Derzeit, so Löffler, würden Gespräche mit Bauträgern und Generalunternehmern geführt.

Wie Franz Löffler in der Sitzung sagte, wolle die Bürgerstiftung in Egling neben betreutem Wohnen, Tagespflege und eventuell Pflegewohngruppen auch sozialen Wohnungsbau möglich machen. Das “Haus lebensWert” sei ein generationsübergreifendes Fernziel und stimme in vielen Punkten mit dem Seniorenpolitischen Konzept des Landkreises überein.

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Jürgen Felbinger, der im Landratsamt für die Zentralen Angelegenheiten zuständig ist, sieht vor allem im sozialen Wohnungsbau einen Anknüpfungspunkt. In der Sitzung sagte er, dass sich der Landkreis in diesem Bereich künftig stärker engagieren muss und will. Als Beispiel nannte er den geplanten Bau von Wohnungen in der Schlesierstraße in Kaufering.

Wie Jürgen Felbinger sagte, seien betreutes Wohnen, Tagespflege und Pflegewohngruppen keine vorrangige Aufgabe des Landkreises. Es sei daher auch nicht zu erwarten, dass bei einer Beteiligung Fördermittel vonseiten der Regierung zu erwarten sind. Für den sozialen Wohnungsbau könnten aber durchaus Zuschüsse fließen. Daher schlug Felbinger vor, gemeinsam mit Vertretern der Bürgerstiftung einen Termin bei der Regierung zu finden und das Projekt vorzustellen.

„Wir wollen nur eine Förderung für den sozialen Wohnungsbau“, sagte Franz Löffler. Baulich seien zwei Varianten möglich. So könnten sechs bis acht Wohnungen in ein Gebäude des Sozialzentrums „eingeschleust“ werden oder ein eigenes Gebäude für bis zu zwölf Wohnungen als weiterer Trakt des Zentrums errichtet werden. Für den Landkreis sei ein eigenes Gebäude das Ziel, wie Landrat Thomas Eichinger in der Sitzung sagte. Dies vereinfache die Verwaltung und die Beantragung von Fördermitteln.

Der Senioren- und Sozialpolitischen Ausschuss stimmte dem weiteren Vorgehen einstimmig zu, das vorsieht, Fördermöglichkeiten und die mögliche Überlassung des Grundstücks zu prüfen. Mit dieser Empfehlung geht das Thema nun in den Kreisausschuss.

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