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Landsberg

15.06.2020

Lechsteg: Wie sich Starkregen auf die Baustelle auswirkt

Wegen des vielen Regens bringt der Lech derzeit einige Wassermassen. Bisher bereitet die Höhe des Abflusses den Bauarbeiten am Lechsteg aber noch keine Probleme.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Ergiebige Regenfälle sorgen in Dießen für Feuerwehreinsätze. In Landsberg blickt man gelassen auf den Lech.

Auf den Landkreis prasselte in der Nacht auf Sonntag einiges an Regen nieder, doch insgesamt kamen die Stadt und die Dörfer glimpflich davon. In Landsberg selbst gab es einen Feuerwehreinsatz, mehr zu tun hatten die Feuerwehrleute in Dießen. Außerdem gab es in verschiedenen Orten wie Thaining und Hofstetten kurzzeitige Ausfälle bei Strom, Internet und im Mobilfunknetz, wie in den Sozialen Medien zu lesen war. Das LT hat sich auch erkundigt, wie die Situation an den Baustellen im Lech ist.

Es kommt auch auf den Boden an

In der Summe mit 63,3 Litern pro Quadratmeter hat es von 22 Uhr bis 3 Uhr morgens laut Agrarwetterstation in Landsberg geregnet, was einem extrem heftigen Starkregen entspricht. Trotzdem kam der Landkreis laut Kreisbrandinspektor Robert Waldhauser glimpflich davon. Es komme immer darauf an, auf welchen Boden der Regen treffe, erklärt der Feuerwehrmann. Ein zu trockener Boden und ein mit Wasser gesättigter Boden könne Niederschläge kaum aufnehmen. Offensichtlich konnte der feuchte Boden aber einiges aufnehmen.

In Landsberg musste die Feuerwehr am Sonntag ausrücken. Wie der stellvertretende Kommandant Markus Obermayer dem LT sagte, fiel in der Zugspitzstraße in einem Haus eine Pumpe aus, die dafür zuständig ist, bei ansteigendem Grundwasser den Keller trocken zu halten.

Lechsteg: Wie sich Starkregen auf die Baustelle auswirkt

In Dießen liefen Lichtschächte voll

Die Dießener Feuerwehr hatte am Sonntagmorgen einige Einsätze. Zwischen Samstag, 23 und Sonntag, 3 Uhr hatten sich über Dießen nach einem Gewitter mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter ergossen. Um 0.45 Uhr ging bei der Feuerwehr der erste Alarm ein: In der Iglauer Straße musste ein vollgelaufener Kellerlichtschacht leer gepumpt werden, berichtete Kommandant Florian König.

Am Morgen entdeckten dann Bewohner Wasser in einem weiteren Lichtschacht in der Iglauer Straße und im Färbergassl sowie in einer Tiefgarage in der Von-Eichendorff-Straße, das ebenfalls von der Feuerwehr abgepumpt wurde. Am Montag wurde noch ein Wasserschaden in einem Keller in der Sonnenstraße beseitigt. Viel Wasser kam vor allem in der Stunde vor Mitternacht vom Himmel. Rund 30 Liter wurden in der Wetterstation am Dießener Rathaus gemessen, bis 3 Uhr wurden weitere 25 Liter registriert.

Wenn nötig, muss noch Kies nachgefüllt werden

Sorgt der viele Regen für Probleme an den Baustellen im Lech? Der Lech sei nicht so von lokalen Regenereignissen betroffen, sagt Johannes Haas, Projektleiter für die Sanierung der Ufermauern beim Wasserwirtschaftsamt Weilheim. Der Spitzenabfluss von 240 Kubikmetern pro Sekunde sei noch nicht problematisch. Trotzdem ist Haas froh, dass das Arbeitsplateau an der Lechmauer auf der Ostseite bereits abgebaut ist.

Auch auf der Baustelle des Lady-Herkomer-Stegs kommt man mit der derzeitigen Wasserlage zurecht: „Das Überfluten der Insel bei der Lechbrücke stellt kein Problem für die Baumaßnahme dar“, sagt der Pressesprecher der Stadt, Andreas Létang. Durch die Wasserbausteine sei die Arbeitsplattform gesichert. Auch wenn der Pegel steige und noch mehr Kiesmaterial ausgeschwemmt würde, wäre eventuell nur ein Nachfüllen des Materials erforderlich.

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