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Penzing

17.11.2017

Letzte Landung in Sachsen-Anhalt

Die „Silberne Gams“ wird den Fliegerhorst Penzing bald verlassen. Ein privates Museum aus Sachsen-Anhalt hat die Jubiläumsmaschine des Lufttransportgeschwaders gekauft.
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Die „Silberne Gams“ wird den Fliegerhorst Penzing bald verlassen. Ein privates Museum aus Sachsen-Anhalt hat die Jubiläumsmaschine des Lufttransportgeschwaders gekauft.
Bild: Thorsten Jordan

Die „Silberne Gams“ des Lufttransportgeschwaders 61 entgeht der Verschrottung. Sie kommt in ein Museum und wird nicht mehr fliegen.

Sie war der absolute Hingucker am 10. Juni. Beim Tag der Bundeswehr auf dem Fliegerhorst Penzing zog ein Flugzeug die Besucher besonders stark an: die „Silberne Gams 51+01“. Anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Lufttransportgeschwaders (LTG) 61 wurde die Transall im Retrostil lackiert und mit dem Wappentier, der Gams, auf dem Seitenruder versehen. Da das Geschwader – wie mehrfach berichtet – demnächst aufgelöst wird, sind einige der Penzinger Transallmaschinen verschrottet worden oder an andere Standorte verlegt worden. Die „Silberne Gams“ kommt ins Museum.

Vor wenigen Wochen hieß es beim symbolischen „Fly-out“ auf dem Penzinger Fliegerhorst: „Bis dato hat nur das Luftfahrtmuseum Wernigerode Interesse bekundet.“ Und Tatsache: Museumsgründer Clemens Aulich hat die „Silberne Gams“ von der Bundeswehr gekauft. Das hat das Luftfahrtmuseum Wernigerode ( Sachsen-Anhalt) gestern in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Bis 14. Dezember ist die Transall vom Typ C-160 noch in Penzing stationiert. Zwischen dem 15. und 22. Dezember wird sie dann auf dem Verkehrslandeplatz Ballenstedt-Harz erwartet.

Eine Schwestermaschine ist schon dort

„Bereits 2012 war die Landung einer ersten Transall eine große Attraktion in Ballenstedt, die viele Flugzeugbegeisterte und Schaulustige angelockt hatte“, teilt das Luftfahrtmuseum mit. Diese Transallmaschine steht als Ausstellungsobjekt dauerhaft dort auf dem Flugplatz. Die Maschine wird am Tag der Landung ihres Schwesterflugzeugs zu besichtigen und begehbar sein.

Für die „Silberne Gams“ ist die Reise dann aber noch nicht zu Ende. Denn sie kommt auf dem Landweg ins rund 30 Kilometer entfernte Wernigerode. Sobald sie in Ballenstedt sicher den Boden erreicht haben wird, wird sie in große Teile zerlegt. „Wir werden die Tragflächen, das Höhen- und Seitenleitwerk sowie die Fahr- und Triebwerke demontieren, um sie dann per Tieflader nach Wernigerode zu befördern“, so Museumsgründer Clemens Aulich. Fliegen wird die Jubiläumsmaschine des LTG 61 dann aber nicht mehr. Sie soll mit einem Kran auf das Dach des Museums gehievt, zusammengebaut und ab 2018 für Besucher zugänglich gemacht werden.

Das Luftfahrtmuseum gehört zu den größten in Deutschland

Die „Silberne Gams“ erinnert an die erste Baureihe der Transall vor 45 Jahren, die ebenfalls silbern war, bevor alle Maschinen nato-oliv lackiert wurden. Die „Silberne Gams“ ist eine Penzinger Transall seit der ersten Stunde. Auf ihren Instrumenten stehen 14.029 Flugstunden und 15.215 Landungen, wie das Luftfahrtmuseum mitteilt.

Das Luftfahrtmuseum in der rund 33.000-Einwohnerstadt Wernigerode besteht seit 1999. Es zählt mit jährlich rund 60.000 Besuchern eigenen angaben nach zu den fünf größten in Deutschland. Auf rund 6000 Quadratmetern Fläche und in vier großen Hangars wird die Sammlung von Museumsgründer Clemens Aulich präsentiert. Rund 60 Flugzeuge und Hubschrauber – vorwiegend aus der Zeit nach 1945 – sind dort permanent ausgestellt.

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