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Schondorf

13.03.2017

Lichträume und Rätsel

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3 Bilder
„Splash-Bäng“.
Bild: Romi Löbhard

Drei Künstler sorgen im Studio Rose in Schondorf für Erstaunen. Was ist Gemälde, was Fotografie?

„Lichtraum“ – diesen Begriff haben Jürgen Oliver Blank, Harry Sternberg und Reinhard Giebelhausen auf eine neue Ebene gestellt. Für ihre gemeinsame Ausstellung im Studio Rose in Schondorf haben sich die Künstler der Fotografie bedient, haben Dinge „abgelichtet“. Im kleinen, relativ düsteren Eingangsbereich der Galerie stellen sie eine wahre Flut dieser Bilder im kleinen Format aus. Gegenpol ist der große, lichte Ausstellungsraum.

In diesem wahren „Lichtraum“ präsentiert jeder der drei Künstler ein großformatiges Werk. „Echt jetzt?“ Nicht wenige der Besucher bei der Vernissage waren ob dieser Reduktion verwundert. In der Tat ist es mutig, heute, in einer Zeit der Überfrachtung mit unbewegten und bewegten Bildern, mit Meinungen und Eindrücken, sich so zurück zu nehmen. Genau so sei es gedacht gewesen, sagt Jürgen Oliver Blank, der seit Jahren mit seinen fotografischen Kompositionen für Furore sorgt. Blank ist im großen Raum mit dem Foto eines in unendliche Höhen aufragenden Hochhauses vertreten.

Die obersten Stockwerke scheinen den Himmel zu berühren, das gleißende, seitlich nach unten fließende Licht lässt diese Vermutung zu. Harry Sternberg hingegen geht in seinen Motiven auf die Suche nach den kleinen Dingen. Er vergrößert Besonderheiten, leuchtet sie aus und macht so aus ihnen große Kunst. Sternbergs großformatiges Bild kann dem Betrachter Rätsel aufgeben. Die Mitte scheint einen Blick ins Innere freizugeben. Die Linien, die die Braun- und Gelbtöne voneinander trennen, machen aus den geometrischen Formen geheimnisvolle Zeichen, markieren Ruhepole in einer sich verändernden Welt. Ist es Malerei oder doch Fotografie? Reinhard Giebelhausen gibt mit seinem Bild Rätsel auf. Es sieht aus, als hätte jemand einen farbgetränkten Schwamm an die Leinwand geworfen und vergnügt dabei zugesehen, wie die Farbe sich nach unten verteilt. Giebelhausen gab dem Bild den Titel „Splash-Bäng“, ob es aber nun reale, abfotografierte Malerei ist oder große Fotokunst, quasi Malerei mit der Kamera, das darf der Betrachter herausfinden.

„Lichtraum“ ist im Studio Rose Schondorf, Bahnhofstraße 35, am Samstag 18., und Sonntag 19. März, jeweils von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

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