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03.03.2008

Lutzenberger kommt dicht an Klingl heran

Utting Dass Utting mit vier Bürgermeisterkandidaten zu den spannendsten Orten an diesem Wahltag zählt, war schon im Vorfeld klar. Die Uttinger haben dem auch mit der höchsten Wahlbeteiligung von 78 Prozent entsprochen. Und Josef Lutzenberger (GAL) mit einem deutlichen Ergebnis in die Stichwahl gegen Amtsinhaber Josef Klingl (CSU) geschickt. Klingl erhielt laut vorläufigem Wahlergebnis 39,67 Prozent und Lutzenberger 35,38 Prozent. Petra Herzog (FWG), die bisher nur über die Agendaarbeit in der Kommunalpolitik vertreten war, erzielte einen Achtungserfolg von 17,85 Prozent und verwies den langjährigen SPD-Gemeinderat Helmut Schiller damit auf den letzten Platz mit 7,10 Prozent der Stimmen.

Vor der Auszählung herrschte noch eine gewisse Heiterkeit im Uttinger Rathaus. Klingl erzählte von der letzten Wahlkampfaktion der CSU/Bürgerliste, die am Wahltag frühmorgens noch Semmeln an viele Uttinger Türklinken gehängt hatte. Unter die 40 Prozent gerutscht zu sein, traf Klingl jedoch, wie er selbst eingestand: "Ich habe mit einer Stichwahl gerechnet, aber dieses Ergebnis ist schon enttäuschend." Klingl hofft, dass es vor der Stichwahl keine "Schlammschlacht" geben wird. In den nächsten Tagen werde er mit seinem Wahlkampfteam das Ergebnis analysieren und über das weitere Vorgehen diskutieren.

"Gute Basis"

Lutzenberger, der sich ebenfalls im Rathaus eingefunden hatte, spricht dagegen von einer guten Basis für die Stichwahl. Er hoffe, "dass die Leute, die den Wechsel wollen, mich wählen, auch wenn sie jetzt ein anderes Wahlergebnis gewünscht hätten." Die Grünalternative Liste in Utting plant laut Lutzenberger noch eine Veranstaltung mit einem Bürgermeister der Grünen, Dieter Gewies.

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Im Seerestaurant, in das GAL, SPD und FWG zur Wahlparty geladen haben, gab es ein großes Hallo, als die Zahlen verkündet wurden. Der Kandidatin der Freien Wählergemeinschaft, Petra Herzog, war die Freude über ihre 17,78 Prozent anzusehen: "ein tolles Ergebnis." Für sie stehen angesichts der gerade 40 Prozent für Josef Klingl die Zeichen auf Wechsel. Wie sich die FWG in den jetzt anstehenden Bürgermeisterwahlkampf einschalten wird, kann Herzog noch nicht sagen. Jetzt werde man sich erst einmal zusammensetzen.

Helmut Schiller ist von seinem persönlichen Ergebnis enttäuscht. "Damit habe ich nicht gerechnet", meint der SPD-Gemeinderat, der 2002 noch 26,2 Prozent als Bürgermeisterkandidat erzielt hatte. Er will die mageren sieben Prozent auch nicht als Antwort auf seine Arbeit als Gemeinderat gewertet wissen, sondern geht davon aus, dass es eine Antwort auf die Zerrissenheit der SPD-Fraktion sei. Während des Wahlkampfes war es nach Schillers Kritik an dem Abstimmungsverhalten von Susanne Fischbach zu einem Eklat gekommen. Fischbach war daraufhin aus der SPD ausgetreten.

"Wechsel ist zu packen"

Hinsichtlich der jetzt anstehenden Stichwahl herrscht aber bei der SPD Klarheit: Schiller sichert Unterstützung für Lutzenberger zu. "Wir waren von Anfang an für einen Wechsel und der ist zum Packen".

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