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Finanzen

10.04.2015

Luxus oder Notwendigkeit?

Der FC Weil will eine neue Bewässerungsanlage für seine Fußballplätze anschaffen. Unser Bild zeigt den Hauptplatz.

Der FC Weil braucht eine neue Bewässerungsanlage für seine Fußballplätze. Wie viel die Gemeinde zahlen soll, war umstritten

Der FC Weil kann mit einem Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der geplanten Ausgaben für eine neue Beregnungsanlage für die beiden Fußballplätze rechnen. Gedeckelt wurde die Zuwendung aber auf maximal 9000 Euro. Das hat der Gemeinderat nach eingehender Aussprache mit neun zu fünf Stimmen beschlossen.

Wie Bürgermeister Christian Bolz informierte, solle die neue Anlage für beide Plätze rund 30000 Euro kosten. Laut einem vorliegenden Kostenvoranschlag seien in dem Betrag unter anderem die Verrohrung der beiden Plätze, die notwendigen Pumpen sowie die elektronische Steuerung enthalten. Installiert werde die Anlage mit einem erheblichen Anteil an Eigenleistung durch Vereinsmitglieder. Bolz würdigte in seinem Statement die Jugendarbeit des FC Weil und stellte zunächst eine Zuwendung von 5000 Euro zur Diskussion.

„Es ist zwar eine freiwillige Leistung, wir haben aber eine gewisse Verpflichtung, weil die Plätze auch für den Schulsport genutzt werden“, sagte Bolz zur Begründung. Lediglich 8000 Euro wären durch den FC Weil aufzuwenden, wenn die defekte Bewässerungsanlage ersetzt würde, sagte Bolz auf Nachfrage aus dem Ratsgremium.

Nicht alle Räte waren mit der Lösung einverstanden

Im Gemeinderat gingen die Meinungen zu der Förderung auseinander. Während Jürgen Hafner die vom FC Weil favorisierte Lösung mittels einer modernen Beregnungsanlage als eine notwendige Investition erachtete, nannte Andreas Eule diese eine „Luxuslösung“ und stellte sie infrage. Simon Wurmser verwies auf die angespannte Haushaltslage und die zu erfüllenden Pflichtaufgaben und sagte: „Wir legen uns auf 30 Prozent fest, das ist nicht gut.“ Sie müssten schon ihre Linie einhalten, entgegnete Zweiter Bürgermeister Franz Schäufler und spielte damit auf eine Unterstützung der DJK Schwabhausen an. Im vergangenen Jahr war entschieden worden, die DJK mit 30 Prozent und einer Deckelung von 7000 Euro bei einer Anschaffung in Höhe von rund 25000 Euro zu bezuschussen.

Nach Abwägung der vorgebrachten Argumente in Sachen Vereinsförderung, Gleichbehandlung und Haushaltslage fand sich eine Mehrheit für die 30-Prozent-Formel mit Deckelung des Förderbetrages.

Die Diskussion ist geschlossen.

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