Brandserie

20.01.2020

Männer in U-Haft

Weitere Ermittlungen laufen

Die beiden mutmaßlichen Täter, die für die Brandserie im Landkreis Landsberg verantwortlich sein sollen, sitzen in Untersuchungshaft. Am Samstag hat der zuständige Ermittlungsrichter nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Augsburg Haftbefehl gegen die beiden 24 und 25 Jahre alten Männer erlassen. Wie berichtet, wurden die beiden Männer in der Nacht auf Freitag auf frischer Tat ertappt, wie sie bei Unterdießen ein Holzlager anzündeten. Auf ihr Konto könnten bis zu zwölf Brände – meisten von Feldscheunen – gehen. Einen Teil der Taten haben sie bereits eingeräumt.

Über Wochen hinweg waren die Ermittler der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck den beiden Männern auf der Spur. Erstmals hatte es am 13. Dezember gebrannt. Ihren Ursprung nahm die Serie im Fuchstal, wo Mülltonnen in Brand gesetzt wurden. Später brannten vorwiegend im südlichen Landkreis Landsberg und auch im Nachbarlandkreis Weilheim-Schongau Strohballen, Feldscheunen und bei Scheuring sogar ein offener Schafstall, wo rund 220 Tiere ums Leben kamen. Bei diesem Fall werde aber noch geprüft, ob er wirklich zur Serie zählt, so der Leiter der Kripo Fürstenfeldbruck, Manfred Frei, am Rande einer Pressekonferenz.

Eine 14-köpfige Ermittlungsgruppe mit dem Namen „Feldscheune“ hatte in den vergangenen Wochen fieberhaft nach den Tätern gesucht. In der Nacht auf Freitag gelang der Polizei bei einer Streifenfahrt der entscheidende Schlag. Die beiden Männer wurden am Wohnort des 25-Jährigen in Thaining festgenommen. Sie gaben am Freitag einige der ihnen zur Last gelegten Taten zu. Der Thaininger ist laut Polizei arbeitslos, der 24-Jährige ist Soldat. Nach LT-Informationen ist er im Landkreis Garmisch-Partenkirchen stationiert, stammt aber auch aus dem Raum Landsberg. Beinahe wären die beiden Männer der Polizei schon beim vorletzten Brand der Serie am 13. Januar bei Issing ins Netz gegangen. Die Beamten sahen aus der Ferne, wie ein Auto den Tatort verließ. (wimd) "Bayern

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