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Windach

02.03.2016

Märchenhaft und mitreißend

Märchenhafte Melodien waren beim Konzert der Musikkapelle Windach zu hören.
Bild: Romi Löbhard

Musikkapelle Windach verzaubert beim Jahreskonzert mit Motto „Es war einmal“

Ganz schön anspruchsvoll, was die Musikkapelle Windach bei ihrem Jahreskonzert an Klang in die voll besetzte Aula der Grundschule zauberte und wohl die meisten der Besucher damit verzauberte: Das Konzert stand unter dem Motto „Es war einmal“, und das, was musikalisch geboten wurde, war streckenweise wirklich märchenhaft.

Die fast 40 Musiker hatten während intensiver Proben gemeinsam mit ihrem Leiter Andreas Langanki ein Programm erarbeitet, bei dem nicht nur harmonisches Zusammenspiel gefordert war, sondern vor allem viele Solostellen von einer Person oder auch einem ganzen Register zu meistern waren. So gerieten die Stücke von der Ouvertüre zur Oper „Hänsel und Gretel“ bis zu einem Querschnitt aus dem Musical „Der Zauberer von Oz“ zu richtigen Knallern. Die Märchenerzählerinnen Klara Kretzinger und Andrea Schmid, vom Vereinsvorsitzenden Christian Grandl humorig als „Märchenoma“ angekündigt, schließlich brächten sie gemeinsam mit dem großen Ohrensessel, in dem sie für ihre Moderation Platz nehmen durften, etwa 80 Jahre zusammen – kündigten nicht nur das jeweils folgende Musikstück an.

Sie hatten mithilfe eines uralten, dicken Buches, auch viel zu erzählen über den Inhalt der Geschichte, die als nächstes musikalisch beschrieben werden würde. Die Besucher konnten daraufhin den Wörtern nachspionieren und enthaltene Versprechen, Figuren, Stimmungen in der Musik ausfindig machen – was mehr oder weniger einfach war. Simpel die Kröte aus dem Märchen „The Wind in the Willows“: Ihr tief aus dem Maul kommender Lockruf, wurde von einem Saxophonisten täuschend ähnlich imitiert. Nach der lustigen Tierparabel wurden die Zuhörer von den Musikern in die Mystik entführt, zu der von Geburt an blinden Elsässerin Sainte Odile, die auf wundersame Weise gemeinsam mit der Taufe ihr Augenlicht erlangte. Siegfried und Brunnhild, Schatz und Drachenhöhle wurden mit dem Nibelungenmarsch beschrieben, der die große Pause einläutete.

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Unter der Leitung von Andreas Grandl hatten sich auch die Nachwuchsmusiker des Themas angenommen, erzählten vom „Zauberland“ und erschreckten den einen oder anderen im Publikum mit einem brachialen Schrei, wie ihn Christine aus dem Phantom der Oper nicht irrer hingebracht hätte. „So eine Jugendkapelle ist eine Supersache“, erklärte Clemens Weihmayer, „und wichtig für den Fortbestand der Musikkapelle“. Weihmayer aus dem Vorstand der Musikkapelle Obermeitingen nahm Auszeichnungen und Ehrungen vor. Nach einem Abschiedsstück der „Kleinen“ nahmen die „Großen“ erneut ihre Plätze ein und knüpften mit dem „Attila Marsch“ nahtlos an das Nibelungenepos von vor der Pause an. Die Sage vom Schweizer Berg Pilatus mit seinem Drachennest, dem Kampf Mensch gegen Drache, dem Friedensschluss am Ende, war eine hinreißend umgesetzte Lautmalerei.

Mit Tschaikowskis Dornröschenwalzer, bei dem das Leitmotiv durch alle Register wanderte, tanzten Akteure und Publikum gemeinsam mit Dorothy und Toto in das geheimnisvolle Land des Zauberers von Oz und feierten dort das Ende des Konzerts mit etlichen Zugaben.

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