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Wahlen

15.07.2020

Marcus Noack will in den Bundestag

Neuwahlen beim SPD-Unterbezirk Landsberg mit (von links) Markus Wasserle, Marcus Noack, Michael Schrodi, Beate Schnorfeil, Felix Büchner, Gertrud Brandl-Beuth, Dr. Albert Thurner und Hanni Baur.
Bild: Hans Bucsek

Der SPD-Unterbezirk Landsberg stellt nach 20 Jahren wieder einen Kandidaten

Der SPD-Unterbezirk Landsberg schickt erstmals nach 20 Jahren wieder einen Kandidaten für den Bundestag ins Rennen. Marcus Noack (27) wurde vom Vorstand des Unterbezirks einstimmig als Kandidat für die Bundestagswahl im Jahr 2021 nominiert.

Der Kandidat hat sich Themen wie eine Reform des Ehegattensplittings und einen gerechten Finanzausgleich zwischen Bund, Ländern und Kommunen auf die Fahne geschrieben. Ebenfalls möchte er die Jugend gewinnen und die fast abgetauchten Jusos im Landkreis wieder aktivieren. Neben Marcus Noack steht die Münchnerin Carmen Wegge als Kandidatin für den Unterbezirk Starnberg bereits fest.

Das letzte Wort haben die SPD-Mitglieder: Sie entscheiden im Herbst 2020 im Rahmen einer Aufstellungskonferenz, wer von den Kandidaten für den Bundeswahlkreis 224 als Bundestagskandidat der SPD ins Rennen geht. Der Bundeswahlkreis 224 setzt sich aus den Landkreisen Starnberg und Landsberg sowie der Stadt Germering zusammen. Beide Kandidaten werden sich in den kommenden Monaten bei den Ortsvereinen im Wahlkreis vorstellen.

Bundestagsabgeordneter Michael Schrodi, der Betreuungsabgeordnete für Landsberg, begrüßte die Kandidatur von Marcus Noack und berichtete aus seiner Tätigkeit in Berlin. Ein Thema waren die wegfallenden Einnahmen, unter denen die Infrastruktur in den Kommunen leide: „Da wird jeder Meter Kanalerneuerung diskutiert, jede Ausgabe für Spielplätze oder Schulen infrage gestellt.“ Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sende an die Kommunen ein wichtiges Signal: Überall dort, wo Investitionen vielleicht auf die lange Bank geschoben worden wären, bestehe jetzt Gewissheit, dass die coronabedingten Gewerbesteuer- und Umsatzsteuerausfälle komplett ersetzt werden.

„Wir müssen aus der Corona-Krise herauswachsen“, sagte Michael Schrodi. Die Kommunen seien für 60 Prozent der öffentlichen Investitionen in Deutschland verantwortlich. „Wir brauchen zur Überwindung der Krise starke und handlungsfähige Kommunen.“ Mit der SPD in der Regierung und dem beherzten Handeln des Bundesfinanzministers sei es nun gelungen, den so wichtigen Rettungsschirm für die Kommunen aufzuspannen.

Im Rahmen der Veranstaltung hielt der Unterbezirk turnusgemäß die Neuwahl des Vorstands ab. Markus Wasserle ist alter und neuer Vorsitzender. Er erhielt 21 Stimmen, bei einer Enthaltung. Als Stellvertreter wurden Hannelore Baur und Marcus Noack sowie Felix Büchner als Schriftführer und Dr. Albert Thurner als Kassenwart gewählt. In seinem Rechenschaftsbericht ließ Wasserle im Wesentlichen die Ereignisse um die Kreistagswahl im März 2020 Revue passieren. Die SPD konnte im Kreistag fünf Sitze erringen und sei in wichtigen Ausschüssen vertreten. Themen des Wahlkampfes würden konsequent weiterverfolgt: Bezahlbarer Wohnraum, digitaler Wandel, moderne Mobilität und gesicherte Pflege seien Aufgaben, die in die Kreistagsarbeit einfließen. Ebenso zähle der Neubau des Landratsamtes zu den Anliegen, die zu forcieren seien. (lt)

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