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Masernimpfung: Eine Frage des Risikos?

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Kommentar Von Gerald Modlinger
10.10.2019

In Landsberg wird viel demonstriert. LT-Redakteur Gerald Mödlinger macht sich Gedanken zum Thema Impfschutz.

Klima, sicherer Hafen und jetzt Impfen: Landsberg und Umgebung ist eine Region mit überaus kritischen Bürgern. Deshalb wird derzeit viel demonstriert und am Samstag soll es nach den Erwartungen der Veranstalter sogar eine besonders große Kundgebung gegen das von der Bundesregierung geplante Masernschutzgesetz geben. Dieses soll dem Staat auch Zwangsmaßnahmen gegen Impfverweigerer an die Hand geben.

Wirklich sichere Antworten, gibt es oftmals nicht

Darüber, ob Impfen sinnvoll ist, machen sich viele Eltern von Kleinkindern sehr häufig intensive Gedanken. Wirklich gewisse Antworten gibt es oftmals nicht. Denn bei medizinischen Behandlungen ist immer abzuwägen, ob das dadurch entstehende Risiko geringer als das dadurch vermeidbare Risiko ist. Das spricht in der Regel für eine Impfung – vor allem bei sehr gefährlichen Krankheiten – und so handeln auch die allermeisten Eltern und lassen ihre Kinder impfen. Bei einigen Krankheiten, die gewöhnlich vergleichsweise harmlos verlaufen (zum Beispiel Windpocken), mag die Abwägung aber auch ein anderes Ergebnis bringen.

Die individuelle Entscheidung und Risikobewertung mag da nicht immer gleich ausfallen. Solange aber die Impfquoten (derzeit bei Masern 93 bis 97 Prozent) hoch sind, spricht das eher für das Prinzip Freiwilligkeit und Eigenverantwortung und ein gesundes Mindestmaß an staatlichen Zwängen und Einflussnahmen auf die Elternrechte.

Der Bericht zum Kommentar: Demo am Samstag: Impfkritiker machen in Landsberg mobil

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