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Landkreis Landsberg

16.10.2017

Mehr Platz für Landwirte

Ist landwirtschaftliches Gerät unterwegs, kann es auf Straßen eng werden. Sieben Gemeinden aus der Region wollen jetzt Hauptachsen festlegen, auf denen Traktoren und Erntemaschinen künftig mehr Platz haben sollen.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Sieben Gemeinden aus der Region, darunter Hurlach, Igling und Obermeitingen, wollen wichtige Straßen ausbauen. Das haben sie jetzt vor.

Die landwirtschaftlichen Maschinen werden immer größer. Auf vielen Straßen wird es daher eng, wenn einem ein Traktor mit Anhänger entgegenkommt. Da wäre es doch gut, häufig genutzte Straßen für den landwirtschaftlichen Schwerverkehr auszubauen. Sieben Gemeinden aus der Region, die sich zur Arbeitsgemeinschaft Lech-Wertach zusammengeschlossen haben, wollen sich dieses Themas künftig annehmen.

Gemeindeübergreifende Zusammenarbeit fördert die Kreativität bei Zukunftsprojekten, aber damit steigt auch der organisatorische und finanzielle Aufwand. Deshalb hat Christian Kreye vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben in Krumbach bei einer Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft in Langerringen an deren Vorsitzenden Konrad Dobler zwei Zuwendungsbescheide über insgesamt 77.000 Euro überreicht. Mit dabei waren auch die Bürgermeister Wilhelm Böhm ( Hurlach), Günter Först (Igling) und Zweiter Bürgermeister Josef Schummer ( Obermeitingen).

So schauen die Fördersummen aus

Die sieben Gemeinden Amberg (Landkreis Unterallgäu), Lamerdingen (Landkreis Ostallgäu), Hiltenfingen und Langerringen (beide Landkreis Augsburg) sowie Hurlach, Igling und Obermeitingen arbeiten unter dem Oberbegriff Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) als Arbeitsgemeinschaft auf eine Weiterentwicklung der ländlichen Strukturen hin. Zu den Themen gehören unter anderem Wirtschaftsentwicklung, Soziales oder auch Kultur. Eines der kommenden Projekte befasst sich mit dem Aufbau eines Kernwegenetzes.

Gemeinden und Landwirtschaft sollen dabei gemeinsam Hauptstrecken festlegen. „Diese sollen gemeindeübergreifend, weitmaschig und mit hoher Ausbauqualität konzipiert werden“, sagt Kreye. Diese Kernwege hätten eine übergeordnete Erschließungsfunktion, verbinden Hauptachsen und dienen dem landwirtschaftlichen Schwerlastverkehr. In einem ersten Schritt soll jetzt aufgenommen werden, welche Wege es bereits gibt. „Anschließend müssen Gemeinden, Landwirtschaft und Fachbehörden eng zusammenarbeiten, bis ein entsprechendes Konzept steht. Diese Konzepterstellung fördert das Amt für Ländliche Entwicklung mit 18.000 Euro.

Ein Mann hilft bei der Koordination

Nachdem sich die bereits 2010 mit dem bayerischen Staatspreis ausgezeichnete Arbeitsgemeinschaft im vergangenen Jahr für eine weitere Zusammenarbeit ausgesprochen hat, dürfen sich die Mitglieder über eine weitere Fördermaßnahme freuen. Den Gemeinden wird zukünftig Projektmanager Robert Dölle vom Verein Lech-Wertach Interkommunal zur Seite stehen. Seine Tätigkeit ist von Organisation, Projektentwicklung und Koordination geprägt, damit auch auf Zuarbeit angewiesen. So will der junge Berater die Informationen der Gemeinden auf einer gemeinsamen Plattform bündeln, um die Informationsflüsse der beteiligten Gemeinden untereinander und deren Bürger zu verbessern. Das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben fördert in den nächsten drei Jahren die Personalkosten mit 59.000 Euro.

Der Umsetzungsbegleiter ist laut Kreye die Schaltzentrale der Integrierten Ländlichen Entwicklung. Die Internet-Plattform soll die Bürger der Gemeinden über aktuelle Angebote aus den Bereichen Soziales, Kultur, Freizeit, Vereine, Nahversorgung und Wirtschaft informieren. Christian Kreye fasst die Aufgaben des Umsetzungsbegleiters so zusammen: „Informieren, initiieren, beraten und organisieren“.

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