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Dießen

27.11.2019

Mehr Platz für die Dießener Kinder

Der Kindergarten in Dettenschwang benötigt mehr Platz für Kinder und soll den auch bekommen. Grundsätzlich ist der Gemeinderat für einen Umbau.

Plus Die Erweiterung des Dettenschwanger Kindergartens ist beschlossene Sache. So wird Raum für eine 20-köpfige Gruppe geschaffen. Entsteht in Dießen bald ein großes Kinderhaus?

Der Kindergarten im Dießener Ortsteil Dettenschwang soll eine weitere Gruppe mit 20 Plätzen bekommen. Dafür sprach sich der Gemeinderat in einer Grundsatzentscheidung aus. In Sachen Kinderbetreuung könnte es in Dießen vielleicht sogar eine ganz neue Lösung geben.

Die Grünen-Fraktion regte in der Sitzung eine Bedarfserhebung für die gesamte Gemeinde an. Ziel: Langfristig könnte eventuell ein Kinderhaus geschaffen werden. Insgesamt stehen in den gemeindlichen Kindergärten in Riederau und Dettenschwang sowie im SOS-Kinderdorf und im Katholischen Kindergarten St. Gabriel 247 Kindergartenplätze zur Verfügung. 208 Plätze sind derzeit belegt. Die Bedarfsdeckung bei Krippenkindern liegt nur knapp über 30 Prozent. Das sei relativ wenig, erklärte Verwaltungsleiter Karl Heinz Springer. Habe aber bisher ausgereicht.

Ein Krippenkind belegt rechnerisch zwei Kindergartenplätze

Derzeit werden freie Plätze bei Bedarf auch mit unter dreijährigen Kindern belegt. Allerdings belegt ein Krippenkind hinsichtlich des Betreuungsschlüssels zwei Kindergartenplätze. Um im Hinblick auf den Zuzug in die Gemeinde Dießen auch zukünftig genug Kindergartenplätze zur Verfügung stellen zu können, soll deshalb in der ehemaligen Hausmeisterwohnung des gemeindlichen Kindergartens in Dettenschwang eine weitere Gruppe eingerichtet werden. Das Landratsamt Landsberg, so Karl-Heinz Springer, habe die Genehmigung dafür bereits in Aussicht gestellt. Bislang rechnet die Gemeinde mit Umbaukosten von rund 225 000 Euro, die voraussichtlich zur Hälfte vom Freistaat gefördert werden. Ein Vorhaben, dem der gesamte Gemeinderat, darunter auch die Grünen, unisono zustimmte.

Das Angebot soll in einem Kinderhaus unter einem Dach erfolgen

Petra Sander (Grüne) erinnerte allerdings daran, dass bereits mehrfach Gruppen in bestehenden Betreuungseinrichtungen „angestückelt“ wurden. Zuletzt eine Krippengruppe im SOS-Kinderdorf. Sander regte eine langfristige Bedarfsermittlung, wie vom Sozialministerium empfohlen, mit dem Ziel an, die Betreuung von Krippenkindern, Kindergartenkindern und Hortkindern in einem Kinderhaus unter einem Dach anzubieten. Viele Eltern aus Dießen, so Sander, würden ihre Kinder außerhalb der Gemeinde betreuen lassen. Man müsse sich fragen, „welches Angebot können wir Familien machen, dass Kinder aus Dießen hier vor Ort bleiben?“. Auch Hanni Baur (SPD) und Marianne Scharr (parteifrei) regten an, zweigleisig zu fahren. Sie zeigten sich offen für den Vorschlag einer langfristigen Bedarfserhebung.

Prognosen sind nicht immer verlässlich

Ihm gefalle es ganz gut, wie Betreuungsthemen in Dießen in den vergangenen Jahren gelöst worden seien, sagte Bürgermeister Herbert Kirsch. Bedarfserhebungen und Prognosen seien nicht immer ein verlässliches Werkzeug. Auch hinsichtlich der Einrichtung einer Ganztagsklasse in der Schule seien Wirklichkeit und Prognose auseinandergegangen: Viele Eltern hätten sich die Einrichtung gewünscht, doch nun sei es in jedem Schuljahr ungewiss, ob aufgrund fehlender Nachfrage überhaupt eine Ganztagsklasse zustande komme.

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