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Mobilität

04.11.2019

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Zahl der Pendler ist stark gestiegen

Die Zahl der Berufspendler im Landkreis Landsberg hat einen neuen Höchststand erreicht. Auf dem Weg zur Arbeit verließen im vergangenen Jahr rund 37000 Menschen regelmäßig die Grenzen des Kreises – das sind 45 Prozent mehr als noch im Jahr 2000. Damals zählte der Kreis noch rund 25000 sogenannte Auspendler, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt mitteilt. Die IG BAU beruft sich dabei auf eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Der Gewerkschafter Michael Müller spricht von einem „alarmierenden Trend“. Eine Hauptursache für den Pendelboom sei der Mangel an bezahlbaren Wohnungen in den Groß- und Universitätsstädten.

Das führt auch dazu, dass immer mehr Menschen im Landkreis Landsberg leben. Waren es im Jahr 2000 erst 106000, wurde jüngst die 120000-Einwohner-Marke überschritten. Viele dieser zugezogenen Menschen arbeiten außerhalb des Landkreises. Die Folge sind laut IG BAU immer längere Staus und überfüllte Züge. Strecken von mehr als 50 Kilometern bis zum Arbeitsplatz seien für viele Pendler aus dem Kreis Landsberg gang und gäbe, betont Müller.

„Dabei geht nicht nur wertvolle Zeit für Familie, Freunde und Hobbys verloren. Auch die Umwelt leidet unter der Fahrerei.“ Nach Angaben des Umweltbundesamtes geht knapp ein Fünftel aller CO2-Emissionen in Deutschland auf das Konto des Verkehrs.

Massive Investitionen seien aber auch im Bereich der Verkehrsinfrastruktur unverzichtbar, um die Pendler zu entlasten. „Vor allem beim Schienen-, Straßen- und Radwegenetz ist der Nachholbedarf groß“, macht Müller deutlich. Einen entscheidenden Beitrag gegen den „Pendelfrust“ könnten zudem die Firmen leisten – indem sie es ihren Beschäftigten leichter machen, in Gleitzeit oder im Home-Office zu arbeiten. (lt)

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