1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Mehrheit lehnt drittes Haus ab

20.01.2011

Mehrheit lehnt drittes Haus ab

Mehrheit lehnt drittes Haus ab
2 Bilder
Über Bauvorhaben an der Seeholzstraße hat der Uttinger Gemeinderat wieder einmal diskutiert. Foto: Millonig
Bild: Millonig

Utting Mehrere Bausachen haben in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Utting für Diskussion gesorgt: Keine Mehrheit fand das Ansinnen einer Bauwerberin auf einem Grundstück in der Seeholzstraße ein weiteres Wohnhaus mit Garagen und Stellplätzen genehmigt zu bekommen. Wie Renate Standfest (GAL) anmerkte, beschäftigte sich der Uttinger Rat bereits des Öfteren mit diesem Grundstück. Im Dezember war vom Landratsamt ein Bauvorbescheid für ein Bauvorhaben im Nord-Westen des Seegrundstückes zusätzlich zum bestehenden Wohnhaus erteilt worden.

Im Süden hatte die Bauwerberin bereits vor Jahren eine Bauvoranfrage für ein Wohnhaus genehmigt bekommen. Der Verwaltungsgerichtshof hatte eine Fläche bis zu einem Graben als Innenbereich angesehen, wie Bürgermeister Josef Lutzenberger (GAL) gegenüber dem LT sagte. In der Sitzung erläuterte der Gemeindechef, dass dieser Bescheid nicht rechtzeitig verlängert worden sei. Standfest sprach sich vehement "gegen ein drittes Objekt auf dem Grundstück" aus. Patrick Schneider (GAL) argumentierte, dass wegen der Nähe zum Naturschutzgebiet das Baurecht bereits ausgeschöpft sei.

CSU und FW regen Bebauungsplan an

Karl Sauter (CSU) hielt fest, dass es sich bei dem Grundstück um "gerichtlich festgestellten Innenbereich" handle und sah wenig Möglichkeit, eine Ablehnung durchzusetzen. Die Aufstellung eines Bebauungsplanes regten Martina Grunow und Martin Mielke von den Freien Wählern sowie Horst Schnappinger (CSU) an. Das sei "kein Allheilmittel", warnte indes Lutzenberger. Michael Weber (FWG) meinte bezüglich der 1979 vom Verwaltungsgericht getroffenen Entscheidung zum Thema Innen- oder Außenbereich, dass "heute vielleicht anders entschieden" würde. Letztlich wurde die Bauvoranfrage mit 11:6 Stimmen abgelehnt.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Eine alte Buche durchkreuzt die Pläne eines Bauwerbers auf einem Grundstück südlich der Summerwiese. Dort soll Baurecht für zwei Einzelhäuser entstehen. Wegen des Baumbestandes rückte Planerin Ulrike Angerer vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum das Baufenster weiter nach Norden, zudem ist nur eine Garage möglich, dazu sollen offene Stellplätze kommen. Sie räumte dem Bauwerber auch die Möglichkeit ein, statt zweier kleiner Häuser ein Doppelhaus zu bauen. Einstimmig billigten die Uttinger Räte bei der jüngsten Sitzung diese von der Planerin vorgeschlagene dritte Änderung des Bebauungsplanes Selzam-Wiesen.

Bauausschuss macht sich vor Ort ein Bild

Gleich vier Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes Hechelwiese müsste der Gemeinderat bei einem Haus genehmigen, dessen Dachgeschoss ausgebaut werden soll. Ulrike Angerer riet daher zur Ablehnung, da mit einer Genehmigung eine Bebauungsplanänderung einherginge. Konkret fehle es an einem Stellplatz, Quergiebel seien nicht erlaubt, das Gebäude werde mit 22,50 Metern zu lang und die Grundflächenzahl werde überschritten, so die Planerin. Eine Entscheidung wurde zurückgestellt, da der Bauausschuss sich noch einmal vor Ort mit der Bauvoranfrage befassen möchte. (rg)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren