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Landsberg

10.09.2018

Mehrkampf und melkende Bürgermeister

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Bei der Oidn Wiesn auf dem Hellmairplatz in Landsberg konnten Besucher und Lokalpolitiker ihr Können bei ungewöhnlichen Wettbewerben messen. Andreas Braunegger (links) und Doris Baumgartl beim Melken .
Bild: Thorsten Jordan

Auf dem Hellmairplatz war jede Menge geboten. Die Zuschauer im Zelt konnten sich über das gute Essen und die witzigen Wettbewerbe freuen. Oder sie besuchten die Landwirtschaftsausstellung.

Die besten melkenden Bürgermeister des Landkreises Landsberg kommen aus Fuchstal und Schwifting. Das brachte der Melkwettbewerb der Bürgermeister im Rahmen der Oidn Wiesn zu Tage.Erwin Karg und Georg Kaindl füllten ihre Melkeimer in einer Minute mit jeweils exakt 710 Milliliter Flüssigkeit. Nur 100 Milliliter weniger entlockte Pater Tassilo als Vertreter der Gemeinde Eresing dem Euter und Fritz Schneiders Eimer war am Ende mit 590 Milliliter gefüllt.

Der Melkwettbewerb dauerte eine Stunde

Knapp eine Stunde dauerte das Melkspektakel gestern Nachmittag. Im voll besetzten Festzelt traten 16 Gemeindevertreter an, um für ihren Ort 300, 200 beziehungsweise 100 Liter Freibier zu erkämpfen.

300 Liter Bier für die Gewinner

Die hatte die VR-Bank Landsberg-Ammersee als Ausrichter des Festes ausgelobt. Vorstandsvorsitzender Stefan Jörg entschied kurzerhand anstelle eines Stechens zwischen den beiden Erstplatzierten beiden Gemeinden je 300 Liter Bier zu spendieren. „Vorausgesetzt wir werden zum Anstich eingeladen.“  Erwin Karg war zu Beginn des Wettbewerbs eher skeptisch. „Die letzte Kuh habe ich vor 35 Jahren abgemolken, da sieht es heute eher schlecht aus“, gab er Moderator Dominic Wimmer zu verstehen.

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Das Bier gibt es beim Dorffest

Dass es für Georg Kaindl so gut laufen würde, damit hatten zumindest Insider gerechnet. Immerhin hatte der Landwirt eine absolute Favoritenrolle. Er freute sich gemeinsam mit seinem viereinhalb Monate alten Sohn Jakob über das Bier, das beim nächsten Dorffest ausgeschenkt werden soll.  Ob Pater Tassilo sein gutes Abschneiden eher göttlichem Beistand oder doch eher der mentalen Unterstützung durch den amtierenden bayerischen Melkmeister Thomas Schön zu verdanken hatte, bleibt ein Geheimnis. Keines aber ist der Verwendungszweck seiner gewonnenen Biermenge: „Das stellen wir selbstverständlich der Gemeinde Eresing für das nächste Dorffest zur Verfügung.“  Frauenpower bewiesen die zweiten Bürgermeisterinnen Gabriele Triebel (Kaufering) und Doris Baumgartl (Landsberg). Effizient und kraftvoll strich Triebel ganze 350 Milliliter in den Eimer. Doris Baumgartl, die erst wenige Minuten vor Wettbewerbsbeginn von ihrer Teilnahme erfuhr, schaffte aus dem Stehgreif immerhin 190 Milliliter.

Auch Thomas Eichinger musste melken

Zwei Promi-Melkrunden außer Konkurrenz sorgten für noch mehr gute Stimmung im Zelt. In Runde eins stellte Landrat Thomas Eichinger nach 320 gemolkenen Millilitern fest, er melke lieber einmal jährlich seine Landkreisgemeinden als eine Kuh. Im Vergleich zu seinen beiden Gegnern, der bayerischen Milchprinzessin Melanie Maier (620 Milliliter) und Kreisobmann Hans Drexl (410 Milliliter) hatte er sich wacker geschlagen. Promirunde zwei entschied, ohne damit für eine große Überraschung zu sorgen, Melkmeister Thomas Schön mit 910 Millilitern für sich. Kreisbäuerin Rita Behl (600 Milliliter) und VR-Bank-Vorstand Martin Egger (440 Milliliter) konnten dem nichts entgegen setzen. Seinen runden Geburtstag wird Bürgermeister Albert Thurner wohl recht trocken feiern müssen. Mit 160 Millilitern im Eimer lag er nur 40 Milliliter über dem Letztplatzierten Ferdinand Holzer aus Egling und ging leer aus.

Der Melkwettbewerb der Bürgermeister war aber nur eine der Attraktionen bei der diesjährigen Oidn Wiesn. Sehr gut besucht war auch die Landmaschinen-Ausstellung des Bayerischen Bauernverbandes auf dem Hauptplatz oder die Oldtimer-Ausstellung der Oldtimerfreunde Erpfting in der Ludwigstraße. Etliche Besucher stellten ihre Geschicklichkeit und ihre Kraft beim bayerischen Mehrkampf unter Beweis.

„Wir sind begeistert, wie gut das Fest angenommen wird“, freute sich Jörg. Besonders stolz sei er auf seine Mitarbeiter. Rund 70 waren nach seiner Aussage den ganzen Tag im Einsatz um für den reibungslosen Ablauf der Oidn Wiesn 2018 zu sorgen.

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