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Landsberg/Kaufbeuren

17.10.2013

"Melo"-Fans nehmen Abschied von ihrer Disko

Mit Grablichtern vor dem Gebäude erinnern viele Besucher des Meldodroms an die Diskothek, die am Samstagmorgen ein Raub der Flammen wurde.
Bild: Mathias Wild

Viele verbinden das Melodrom in Kaufbeuren mit ihrer Jugend. Die abgebrannte Diskothek hatte auch Besucher aus dem Kreis Landsberg. Dort wird nun Abschied genommen.

Die Ruine der niedergebrannten Diskothek Melodrom in Neugablonz gilt weiterhin als akut einsturzgefährdet. Wie berichtet, war das Gebäude in der Innenstadt am Samstagmorgen von einem Großfeuer zerstört worden. Besucher und Fans der Diskothek trauern seither. Am Sonntagabend versammelten sich spontan rund 200 Personen vor der Ruine, um gemeinsam Abschied zu nehmen. Das will auch Manuela Sauter. Die Betreiberin der Landsberger Sonderbar lädt am Freitag ab 20 Uhr in ihr Lokal zu einer Veranstaltung zu Ehren des Melodroms ein.

Melo: Vom Kinosaal zur Diskothek

Wie viele andere aus dem Landkreis war Manuela Sauter jahrelang eine regelmäßige Besucherin der Diskothek in Neugablonz. Seit 28 Jahren wurden im „Melo“ Filme gezeigt, anschließend verwandelte sich der Kinosaal in eine Diskothek. Über die Jahre fanden auch viele Jugendliche und junge Erwachsene aus dem benachbarten Landkreis Landsberg den Weg dorthin – samstags war sie vor allem für die Anhänger des Gothic Rock eine Anlaufstelle. Viele von ihnen hoffen jetzt auf einen Neuanfang, wenn auch nicht am ursprünglichen Platz.

Treue Besucher des Melodroms

Im sozialen Netzwerk Facebook und in anderen Internetforen meldeten sich in den vergangenen Tagen immer wieder treue Besucher des Melodroms zu Wort. Ihre Einträge finden sich auch auf der Seite der Sonderbar, seit Manuela Sauter die Pläne einer Abschiedsparty in Landsberg veröffentlicht hat. „Ich möchte den Leuten eine Plattform bieten, das Ganze zu verarbeiten“, sagt sie. Die einzigartige Stimmung im Melodrom soll für einen Abend wieder aufleben. „Wir werden unter anderem einen DJ aus dem Melo bei uns haben, unser Lokal entsprechend dekorieren und ein Buch für Abschiedsgrüße bereitstellen.“ Das Buch soll dem Betreiber der Diskothek übergeben werden. Großbrand im Melodrom: Schwierigkeiten bei Ermittlungen

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Manuela Sauter hat bei ihrer Veranstaltung aber nicht nur die Anhänger des Melodroms im Blick. Sie denkt auch an die vielen Einsatzkräfte, die bei der Bekämpfung des Feuers vor Ort waren. Den beteiligten Kräften will sie am Freitagabend ein Bier spendieren. Rund 20 Helfer der Feuerwehren hätten ihr Kommen bereits zugesagt.

Ursache des Feuers steht noch nicht fest

Bislang steht noch nicht fest, was die Ursache für den Brand der Diskothek war. Laut Polizei kann noch nicht im Zentrum des Brandherds ermittelt werden. Von der Halle stünden nur noch die Wände, das Dach sei eingestürzt. Niemand könne sagen, ob die Konstruktion Windstößen standhält. Ein Statiker legte daher erste Sicherungsvorkehrungen fest. Die Mieter zweier am Samstag evakuierter Wohnungen in der vorderen Häuserzeile durften am Montag kurz zurückkehren, um das Nötigste zu holen. (wu, avu)

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