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Mit Augenmaß sollte man den Betrieb in den Clubs zulassen

Kommentar Von Stephanie Millonig
26.10.2020

Plus Feiern, Tanzen, Spaß haben - in Zeiten von Corona ist das nur schwer möglich. LT-Redakteurin Stephanie Millonig fordert mehr Freiheiten für Partygänger und die Betreiber von Clubs und Diskotheken.

Sollten Bars und Clubs wieder aufgemacht und Tanzflächen zumindest für eine begrenzte Zahl an Leuten freigegeben werden? Bei Corona-Ampelstufe Rot und Dunkelrot sicherlich nicht. Und wenn die Infektionsraten wieder zurückgehen, aber immer noch auf einem gewissen Level sind? Dann scheint die Antwort nicht mehr so eindeutig zu sein.

Denn die Kritik von Veranstaltern und Club-Betreibern aus dem Landkreis Landsberg, dass private Partys gefährlicher sind, ist berechtigt. Dabei braucht man diesen Partygängern nicht einmal alkoholgeschwängerte Nonchalance vorzuwerfen. Wer ehrlich ist, sollte sich eingestehen, dass bei einer Feier im heimischen Garten, Partykeller oder Wohnzimmer Corona längst nicht so präsent ist wie beispielsweise in einem Restaurant. Dort ist man sich angesichts der Hinweisschilder, der Aufforderungen durch das Personal oder wegen der Maske tragenden anderen Gäste dauernd der Pandemie-Situation bewusst und verhält sich entsprechend.

Viele Veranstalter bieten professionelle Strukturen

Gleiches könnte für Clubs gelten – wenn durchdachte Hygienekonzepte vorgelegt werden und genügend Personal und Security vorhanden ist, um die Kontrolle zu behalten. Viele Gastronomen und Veranstalter dürften genau diese professionellen Voraussetzungen mitbringen, wie Bastian Georgi richtig anmerkt. Und wenn es schwarze Schafe gibt? Denen muss dann schleunigst der Laden dichtgemacht werden.

Trotzdem erhöht sich natürlich durch jede Möglichkeit, in größeren Gruppen Freizeit zu verbringen, die Ansteckungsgefahr. Partystimmung und Alkohol tun ihr Übriges. Also lieber kein Risiko eingehen und alles dicht lassen? Das war sicher für eine gewisse Zeit richtig. Aber nun sind die Party-Locations seit Monaten geschlossen. Es gilt also zu diskutieren und abzuwägen, wie wir künftig unser Leben gestalten wollen, ein Leben, das sicherlich noch einige Zeit von Corona geprägt sein wird. Vor allem die Jugend will sich am Wochenende mit Freunden treffen und gemeinsam feiern. Bleibt nur die Frage, ob irgendwo illegal im Park oder unter einer gewissen Aufsicht in einem Club.

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