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31.08.2007

Mit Gift, Schere oder Bier den Schnecken zu Leibe rücken

Landkreis Spaziergänger, Jogger und Gartenbesitzer kennen sie nur zu gut: Schnecken. Obwohl die Weinbergschnecke in Frankreich als Delikatesse gilt, sind vor allem Nacktschnecken hierzulande eher eine Plage - die in diesem Sommer auch im Landkreis Landsberg Einzug gehalten hat.

VON BENEDIKT BENTE

"Das liegt vor allem am milden Winter", erklärt Robert Aubele von der gleichnamigen Gärtnerei in Prittriching. Dadurch hätten mehr Schneckeneier im Boden überlebt, weshalb viele Gartenbesitzer jetzt mit den Kriechtieren zu kämpfen hätten. Auch der viele Regen trage dazu bei, denn "Schnecken lieben Feuchtigkeit", so Aubele.

Darum ist der Befall um Einiges größer als in normalen Jahren. Zwar bevorzugen die Kleintiere immer noch Salat, aber auch Gemüse wie Gurken oder Kohlrabi und selbst Blumen bleiben von den Schnecken nicht verschont. "Ich kriege keine Sonnenblume in meinem Garten hoch, denn die Viecher fressen immer gleich alles kaputt", klagt Erika Kaindl vom Gartenbauverein Issing. Die 26-Jährige ist aber nicht die Einzige, die mit den Kriechtieren zu kämpfen hat. "Viele unserer Kunden jammern, weil sich vor allem Nacktschnecken in ihrem Garten tummeln", berichtet Margot Geier von der Gärtnerei Scherdi in Hofstetten. Die Gärtnerin hat ein paar nützliche Ratschläge für Geplagte.

Mit Gift, Schere oder Bier den Schnecken zu Leibe rücken

An erster Stelle stehe das altbewährte Einsammeln der Tiere in den frühen Morgenstunden, wobei die Schnecken danach meist in heißes Wasser geworfen oder zerschnitten würden. Man solle die toten Tiere aber danach nicht einfach im Garten liegen lassen, das locke nämlich noch mehr von ihnen an, denn "Schnecken sind Kannibalen", weiß Kaindl. Bewährt habe sich auch das Schneckenkorn, das es auch ohne Gift gibt, sodass sich die Schnecken nach dem Fressen nur aus dem Garten zurückziehen.

Auf dem Land gebe es noch eine andere Alternative. "Viele Gartenbesitzer halten sich jetzt Laufenten, denn die fressen die Schnecken", erzählt Kaindl. Leider habe die Schnecke bis auf Igel, Fledermäuse und größere Vögel kaum natürliche Feinde. Einen weiteren Tipp hat Robert Aubele: "Die Bierfalle hat schon in vielen Fällen geholfen." Man solle einfach einen Joghurtbecher mit etwas Bier füllen und ebenerdig in den Boden eingraben. Der Biergeruch ziehe die Schnecken an und sie fallen in den Becher. Geplagten Gartenbesitzern rät Erika Kaindl aus Issing, sich nicht zu sehr über die Schnecken aufzuregen, denn "schließlich kämpft jeder mit ihnen."

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