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Landsberg

23.08.2018

Mit „Landsberg am Lech“ nach Turin, Hamburg oder Amsterdam

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Die Taufe der „Landsberg am Lech“. Im Bild von links: Kapitän Gregor Winkler und die „Täufer“ Carsten Spohr, (Lufhansa), Alexander Dobrindt und Oberbürgermeister Mathias Neuner.
Bild: Thorsten Jordan

Die Lufthansa CityLine hat jetzt eine Maschine mit dem Namen „Landsberg am Lech“. Bei der Taufe am Münchner Flughafen gibt es lustige Anekdoten und einen Blick ins Cockpit.

Mit der „Landsberg am Lech“ nach Rom reisen. Das klingt doch toll und ist ab sofort auch möglich. Denn mit vielen Ehrengästen aus der Politik wurde in München von der Lufthansa CityLine eine Bombardier Typ CRJ900 auf diesen Namen getauft. Die Idee dazu hatten vor einiger Zeit der damalige Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und der Landsberger Oberbürgermeister Mathias Neuner.

Mit Landsberg zum Städtetrip

„Nachdem Dobrindt nun als CSU-Landesgruppenchef ein wenig mehr Zeit hat als zuvor“, so der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa, Carsten Spohr, „konnte er diesen Plan verwirklichen.“ Und so wurde am Donnerstag der langjährige Wunsch des Landsberger Oberbürgermeisters wahr. Mathias Neuner, Lufthansa-Chef Carsten Spohr und der frühere Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt tauften die CRJ900 auf den Namen „Landsberg am Lech“.

Neuner und die Lufthansa hatten dazu viele Gäste eingeladen, die sich bereits am Morgen auch von Landsberg aus auf den Weg nach München machten. Neben Neuner waren Dritter Bürgermeister Axel Flörke sowie eine Abordnung der Stadtverwaltung und die Stadträte Jost Handtrack, Bertold Lesch und Petra Ruffing mit dabei. Auch einige Landkreisbürgermeister wollten die „Landsberg am Lech“ unbedingt sehen. Apfeldorfs Bürgermeister Georg Epple, Marco Dollinger (Kinsau), Leonhard Stork (Thaining), der CSU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Alex Dorow sowie Bundestagsabgeordneter Michael Kießling waren begeistert und freuten sich über die Werbung für Landsberg. Epple: „Ich denke, das ist eine tolle Sache für die ganze Region, wir können stolz sein.“

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Das Flugzeug ist Baujahr 2010

Doch an die Maschine ranzukommen, war zuerst nicht so ganz leicht. Denn die Reisegruppe musste am Flughafen einchecken und die Sicherheitskontrolle passieren. Vor allem Bildjournalist Thorsten Jordan fürs LT mit dabei und Rudolf Gilk, unterwegs für den Bayerischen Rundfunk, wurden untersucht. Sie mussten ihre Kameras auspacken und Jordan sogar seine Schuhe ausziehen. Danach ging es dann (wieder mit dem Bus) zum Hangar von Lufthansa CityLine, wo dann am Mittag die Taufe stattfand. Flugbetriebsleiter Christian Herrmann hatte für das LT einige Infos zum Flieger. Das Flugzeug ist Baujahr 2010 und hat Platz für 90 Passagiere. Der erste Flug unter neuem Namen wird die Crew um Kapitän Gregor Winkler am Freitag nach Turin führen. Die Bombardier CRJ900 ist mit 35 Maschinen in der Lufthansa-Flotte stärker vertreten als jede andere Regionalmaschine.

Seit 1926 werden bei der Lufthansa Flugzeuge getauft

Flugzeugtaufen haben bei der Lufthansa eine lange Tradition. Schon 1926 vergab man zum Teil noch recht urige Namen wie „Piepmatz“ oder „Goldhähnchen“. „Seit dem Beginn des Jet-Zeitalters im Jahr 1960 tragen die Lufthansa-Flugzeuge“, so sagt Carola Kapitza von der Konzernkommunikation, „die Namen deutscher Bundesländer und Städte. Und die Partnerstädte beteiligen sich aktiv an den Flugzeugtaufen und entsenden wie auch Landsberg ihre Repräsentanten zu den Feiern.“ Die Taufzeremonie, so Kapitza, ist seitdem unverändert. Die Patenschaft ist eine dauerhafte Institution. Einmal in den Kreis der Partnerstädte aufgenommen, gehe der Name auf ein neues Flugzeug über - auch wenn die ursprünglich getaufte Maschine aus der Flotte ausgeschieden sei.

Der Oberbürgermeister liefert eine witzige Anekdote

Vor der Taufzeremonie hatten Spohr, Dobrindt und Neuner die Taufurkunden unterschrieben. Spohr blickte in seiner Rede auf ein schwieriges Lufthansajahr zurück, aber hob auch hervor, dass man am Standort München ein Wachstum von zehn Prozent erreicht habe. Neuner freute sich über den „wunderschönen Namen“ und, dass man damit auch nach Italien reisen kann. „Ich habe heute zweifach Grund zur Freude, denn ich sehe meine alte Arbeitsstätte wieder.“

Neuner hatte seine Ehefrau Renate beim Bau des Münchner Flughafens 1991 kennengelernt und erkannte die Halle, in der die Maschine stand, sofort wieder. „Hier haben wir uns beide bei der Arbeit kennengelernt.“

Dobrindt dankte der Lufthansa und sagte, dass das Unternehmen durch die Namensnennung auch eine tiefe Verbundenheit mit der Region zeigt. „Es ist ein besonderer Freudentag. Lufthansa und Landsberg passen gut zusammen. „Sie stehen für die Werte der Region, die Tradition, aber auch den wirtschaftlichen Fortschritt.“ In Landsberg seien viele Weltmarktführer zu Hause. Und nach Hause - dahin ging es dann auch nach einem Imbiss im Hangar für die Reisegruppe aus Landsberg. Bereits eingesetzt wurde die „Landsberg am Lech“ bei Flügen von Frankfurt und München nach Friedrichshafen, Kattowitz, Bremen, Rom und Amsterdam. Viele deutsche Städte warten noch auf die Übernahme einer Flugzeugpatenschaft.

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