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Musik

15.11.2014

Mit dem Nussknacker auf in die Charts

Er hat sich mit seinem ersten eigenen Song „Waiting for the night“ einen Traum erfüllt. Carsten Michel aus Greifenberg ist DJ, Moderator, Produzent und Sprecher. 

Carsten Michel aus Greifenberg ist DJ, Moderator und Produzent. Jetzt hat er seinen ersten eigenen Song aufgenommen, der bereits im Radio läuft. Morgen ist er im ZDF zu sehen

Etwas Bass, eine eingängige Melodie, eine schöne Frauenstimme und ein alltägliches Musikinstrument. Fertig ist mit ein bisschen Glück ein Hit. In jüngster Zeit gelangen einigen Künstlern mit dieser auf den ersten Blick einfachen Formel große Chartserfolge. „Prayer in C“ von Robin Schulz oder „Jubel“ von Klingande waren Beispiele dafür. Und wer weiß, vielleicht befindet sich bald ein Name aus dem Landkreis Landsberg in der Chartliste. „Micar“ hat mit „Waiting for the night“ sein erstes eigenes Lied veröffentlicht. Dahinter verbirgt sich der DJ, Moderator und Produzent Carsten Michel aus Greifenberg.

In seinem Leben drehte sich schon immer viel um Musik. Carsten Michel ist seit vielen Jahren als Radiomoderator tätig und auch als DJ. Schon lange schwirrte in seinem Kopf die Idee, einen eigenen Song zu komponieren und zu veröffentlichen. „Aber ich hatte irgendwie nie Zeit dazu. Im Frühjahr bin ich es dann angegangen“, erzählt der 38-jährige gebürtige Saarbrückener. Gesagt, getan. Aber der Weg zu einem fertigen Lied ist gar nicht so einfach. „Du brauchst eine Song-idee. Dann das Tempo, die Akkorde, die Drums müssen passen“, zählt Michel auf. Für ihn stand zu Beginn fest, es sollte ein Lied werden, das in die Rubrik „aktueller Clubsound“ passt und tanzbar ist. Und auf der Suche nach der geeigneten Melodie für sein späteres Werk „Waiting for the night“ wurde er ausgerechnet bei einem Ballettauftritt seiner elfjährigen Tochter Lara fündig. Dort wurde nach dem sogenannten „Russischen Tanz“ aus der Ballettsuite „Der Nussknacker“ von Peter Tschaikowski getanzt. „Das fand ich eine super Melodie.“

Carsten Michel machte sich an die Produktion und schnappte sich die Violonistin Mariana Beleaeva, die den Geigenpart einspielte. „Klassik und Dance zu vereinen, kommt immer wieder vor. Mariana und ich kannten uns schon von gemeinsamen Events und haben beschlossen, mal gemeinsam was zu machen“, berichtete Michel über die Zusammenarbeit mit der Geigerin, die unlängst Helene Fischer auf deren Tour begleitete und ansonsten Konzerte in New York oder Paris spielt.

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Fertig war der Song von Micar aber noch nicht ganz. „Ich habe mir dann gedacht, ein bisschen Gesang wäre nicht schlecht. Ich habe einen Text geschrieben und dann ging es darum, eine Sängerin auszuwählen“, sagt der 38-Jährige. Fündig wurde er in seiner früheren Wahlheimat Hamburg, wo Michel einst bei Radio Energy seine Radiokarriere startete und später in München fortsetzte. In Hamburg entstand der Song schließlich auch im Studio eines befreundeten Musikerkollegen. Ganz ohne Plattenfirma im Hintergrund. „Insgesamt haben wir drei, vier Monate daran gearbeitet. Es steckt sehr viel Herzblut drin.“ Nun ist „Waiting for the night“ fertig und seit gestern im Internet als Download erhältlich.

In den vergangenen Wochen rührte der frühere Formel-1-Berichterstatter und TV-Moderator, der mit seiner Familie seit fast zehn Jahren in Greifenberg lebt, kräftig die Werbetrommel für seine Debüt-Single. So läuft sie bereits bei verschiedenen Radiostationen in ganz Deutschland wie Bayern 3. Oder auch bei 106.4 TOP FM, wo Michel auch als Moderator tätig ist.

Bei einem Lied soll es nicht bleiben

Auch als DJ bei verschiedenen Veranstaltungen legte Michel sein Lied auf. „Es ist schon was Besonderes, wenn man seinen eigenen Song spielt. Die Resonanz war positiv und die Tanzfläche ist voll geblieben. Es sind sogar noch welche dazugekommen“, so der zweifache Familienvater lachend. Am Sonntag hat Micar alias Carsten Michel nun seine Live-Premiere mit „Waiting for the night“. Der ZDF-Fernsehgarten, der in Meran gastiert, wird ab 11 Uhr ausgestrahlt.

Carsten Michel wünscht sich, dass sei Song bekannt wird und den Leuten gefällt. „Ich möchte damit dann auf DJ-Tour gehen, die nächsten Songs aufnehmen und irgendwann ein Album.“

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