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Landsberg

07.10.2018

Mit dem Traktor zur Demo nach München

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Landwirt Hans Zacherl aus Moorenweis von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft ist mit dem Traktor zur Demonstration "Mia ham's satt" gekommen.
Bild: Stephanie Millonig

Landwirt Hans Zacherl fährt von Moorenweis nach München. Unter dem Motto „Mia ham’s satt“ protestieren Tausende gegen die aktuelle Agrarpolitik.

Eineinhalb Stunden brauchte der Landwirt Hans Zacherl aus Moorenweis mit dem Schlepper von daheim bis zum Königsplatz nach München. Dort finden sich am Samstagvormittag Tausende ein, um gegen die aktuelle Agrarpolitik zu protestieren.

Zacherl ist der Vorsitzende der Regionalgruppe Oberland der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Er hat eine Mutterkuhherde, die wie üblich bei dieser Haltungsform auf der Weide steht. Zacherl erlebt oft, dass Spaziergänger stehen bleiben, denn Rinder, die draußen grasen werden, immer seltener. Der Bauer glaubt, dass die Veränderung der Landwirtschaft von außen stark wahrgenommen wird.

Ein buntes Fahnenmeer folgt den Schleppern

„Bauernhöfe statt Agrarfabriken“, dieses Motto der Demonstration, „das steht schon seit 30 Jahren auf unseren Fahnen“ sagen Zacherl und der bayerische Landesvorsitzende der AbL, Josef Schmid. Darum haben sich die Landwirte dieser Demonstration angeschlossen. Ein Dutzend Schlepper samt Banner fährt dem Demonstrationszug voran – vom Königsplatz Richtung Odeonsplatz und über die Theresienstraße wieder retour. Ein buntes Fahnenmeer folgt den Traktoren, rund 80 Organisationen haben zu dem Protest gegen „Agrarfabriken, Flächenfraß und Verkehrskollaps“ aufgerufen und viele sind mit eigenen fantasievollen Slogans wie „mia ham’s Glyphosatt“, oder „Hört ihr die Regenwürmer husten“ gekommen oder haben sich als Huhn, Schwein oder Kuh verkleidet.

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Auch Landsberger Umweltschützer sind mit dabei

Die Polizei spricht zu Beginn des Demonstrationszugs von 8000 Teilnehmern, 18.000 nennt der Landesbund für Vogelschutz. Mit aufgerufen hat auch der Bund Naturschutz, eine Gruppe aus dem Landkreis ist mit Banner angereist und auch Landsberger LBV-Mitglieder nehmen teil.

Angelika Keller aus Landsberg hat über das Umweltinstitut München von der Demonstration erfahren. Sie ist der Meinung, dass die Landes- und die Bundesregierung zu wenig für Natur und Umwelt machen. Die Landschaft verändere sich, dauernd werde gemäht und überall sehe man Maisfelder. Und die Insekten verschwänden. Angelika Keller will, dass auch ihre Tochter eine „schöne Landschaft und eine lebenswerte Umwelt“ erlebt und darum hat sie sich dem Demonstrationszug angeschlossen.

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