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Energie

05.01.2021

Mit der Motorsäge gegen Stromausfälle

Im ganzen Landkreis Landsberg werden entlang von Stromleitungen Bäume gepflegt

Mit Motorsägen und Astscheren will die LEW Verteilnetz GmbH (LVN) auch in diesem Winter aktiv Stromausfällen vorbeugen: Entlang der Stromleitungen werden Bäume und Sträucher zurückgeschnitten. Damit soll verhindert werden, dass Äste zu nah an Leitungen wachsen und dadurch aufgrund von Stromüberschlag oder bei schlechter Witterung die Stromversorgung beeinträchtigen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens, das in weiten Teilen des Landkreises Landsberg das Stromnetz betreibt.

LVN führt die Arbeiten an Stromleitungen aller Spannungsebenen des Verteilnetzes durch: von 400 Volt (Niederspannung) bis zu 110000 Volt (Hochspannung). Die jährlichen Ausastarbeiten leisteten einen wichtigen Beitrag zu einer überdurchschnittlich hohen Versorgungssicherheit. So war im Jahr 2019 ein Kunde im LVN-Netzgebiet aufgrund ungeplanter Versorgungsunterbrechungen im Durchschnitt nur rund elf Minuten ohne Strom, deutschlandweit sei der entsprechende Wert bei zwölf Minuten gelegen, heißt es in der Mitteilung.

LVN investiere in die Arbeiten jährlich mehr als zwei Millionen Euro. Die Summe gehe an 17 Garten- und Landschaftspflegebetriebe sowie Forstbetriebe in der Region. Diese führten die Maßnahmen im Einklang mit den geltenden Bestimmungen des Natur- und Vogelschutzes durch. Daher werden die Trassenpflegearbeiten in der vegetationsarmen Winterzeit und vor Beginn aller relevanten Vogelbrutzeiten von Oktober bis Februar durchgeführt.

Bevor das tatsächliche Zurückschneiden der Bäume und Sträucher entlang der Trassen beginnen kann, muss in jedem Jahr eine Bestandsaufnahme gemacht werden. Das geschieht mit einer Computeranwendung, die LVN eigens hierfür entwickelt hat. In diesem Jahr wurde diese Anwendung weiter optimiert und ist nun noch schneller und leichter zu bedienen. Die Informationen über den Zustand von Bäumen und Sträuchern können bei Streckenbegehungen vor Ort in das Programm eingegeben werden. Dieses errechnet, an welchen Stellen ein Rückschneiden nötig ist.

Die Ausastarbeiten in Leitungsnähe können in der Regel durchgeführt werden, ohne dass die Leitungen dafür abgeschaltet werden. Falls trotzdem einmal vorübergehend einzelne Leitungsabschnitte spannungslos geschaltet werden müssen, informiert LVN betroffene Haushalte vorab. Die Abschaltungen dauern in aller Regel nur wenige Minuten. Aus Sicherheitsgründen warnt LVN Grundstücksbesitzer davor, Bäume, die zu nahe an Stromleitungen herangewachsen sind, selbst zurückzuschneiden. Stattdessen sollten sie sich direkt an LVN wenden. (lt)

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