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Landsberg

14.02.2018

Mit der Tiefgaragensanierung wurde lange genug gewartet

Die Betondecken in der Schlossberggarage weisen starke Schäden auf, die durch Salzwasser hervorgerufen werden.
Bild: Thorsten Jordan

Die Instandsetzung unterm Schlossberg in Landsberg soll am 1. April starten. Am Montag werden die Bürger informiert.

Eigentlich kündigte der einzige Tagesordnungspunkt im Wirtschaftsausschuss des Stadtrats Informationen dazu an, wie man mit der Verkehrs- und Parksituation während der fast einjährigen Schließung der Schlossberggarage umgehen möchte. Das war aber dann nicht der Fall, denn diese Infos geben die Stadtwerke nun bei einer öffentlichen Veranstaltung am Montag, 19. Februar, im Pfarrsaal Mariä Himmelfahrt bekannt.

Nicht nur hässlich, sondern auch gefährlich

„Zum Zeitpunkt der Sitzung war das Konzept noch nicht ganz so weit“, erklärte OB Mathias Neuner ( CSU). So bekamen die Ausschussmitglieder statt der „Lösungsansätze für die Zeit des Umbaus gemeinsam mit den Einzelhändlern“, wie Christoph Jell (UBV) in einem Antrag formuliert hatte, erneut eine Information zu Gründen, die zur Sanierung der Schlossberggarage führen. Dazu war der technische Vorstand der Stadtwerke, Norbert Köhler, gekommen und hatte die Bauingenieure Dr. Klaus Grießbach und Stefan Mögele mitgebracht. Letzterer erklärte, dass die Schäden der Schlossberggarage nicht nur „hässlich aussehen, sondern auch gefährlich sind“. Der Salzeintrag in die Betonzwischendecken habe zu schweren Korrosionsschäden geführt. Dabei handle es sich laut Mögele um eine „chloridinduzierte Korrosion“: Salze lagerten sich lokal an der Eisenarmierung im Beton ab und fraßen sich im Laufe der Zeit unbemerkt in die Bewehrung ein. Stefan Mögele: „Es ist lange genug gewartet.“ Ein Weiter-so könne er nicht mehr vor seinem „statischen Gewissen“ verantworten.

Das muss er auch nicht, denn eine Sanierung der Schlossberggarage wird ja grundsätzlich auch von den meisten Kritikern bejaht. Vielmehr wurde das Fehlen eines Verkehrskonzepts bemängelt. Außerdem sei nicht klar, wie der Wegfall der Parkplätze kompensiert und ein eventueller wirtschaftlicher Schaden für den Einzelhandel durch das Ausbleiben von Innenstadtbesuchern minimiert werden könne.

„Informationen dazu werden wir am Montag geben“, erklärt Norbert Köhler dem LT auf Nachfrage. Denn dass die Schlossberggarage vermutlich ein Jahr geschlossen werden muss, daran werde nicht mehr gerüttelt. „Am 1. April legen wir los“, versichert Köhler, und das sei kein Aprilscherz.

Warum drei Schichten für die Stadtwerke nicht sinnvoll sind

Die Forderung, dass doch rund um die Uhr in drei Schichten in der Garage gearbeitet werden könne, sei finanziell kaum darstellbar, entgegnete der Stadtwerke-Vorstand schon in der Ausschusssitzung. Außerdem würden immer wieder Phasen eintreten, in denen Ausbinde- und Aushärtungszeiten eingehalten werden müssten. Und da wäre noch die Lärmproblematik: Ein großer Generator, der für die Arbeiten notwendig sei, aber baustellenbedingt im Außenbereich stehe, würde vor allem in den Abend- und Nachtstunden stören. „Das wurde alles geprüft und geht einfach nicht.“

Er habe großes Vertrauen in die ausführende Firma aus München, die am ersten Arbeitstag mit 38 Mann anrückt. Während ein Teil die vorbereitenden Arbeiten wie Abstützen der Decken sowie herstellen von Strom- und Wasserversorgung beginnen, starten andere im obersten Stockwerk damit, Stützen und Wände mit Hochdruckgeräten abzustrahlen. Norbert Köhler: „Das Konzept ist sehr stimmig, auch was das Finanzielle angeht.“ Infoveranstaltung zur Sanierung der Schlossberggarage. Montag, 19. Februar, 19.30 Uhr, im Pfarrsaal Mariä Himmelfahrt.

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