Flüchtlingshelfer

29.03.2017

Mit neuen Aufgaben

Der Landsberger Raffael Sonnenschein (rechts) und Professor Helge Braun im Bundeskanzleramt.
Bild: R. Sonnenschein

VETO im Bundeskanzleramt

Mitglieder des Gewerkschaftsbundes der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer Deutschlands, VETO, sind gestärkt aus Berlin nach Bayern heimgekehrt. Unter ihnen der Landsberger Initiator des Bündnisses, Raffael Sonnenschein, der mit seinen Mitstreitern im Bundeskanzleramt von Professor Helge Braun, Staatsminister der Kanzlerin für besondere Aufgaben, zu konstruktiven Gesprächen empfangen worden war. Ein weiteres Gespräch fand mit dem Leiter des Koordinierungsstabs Flüchtlingspolitik, Dr. Jan Hecker, statt. Dort hat Raffael Sonnenschein unter anderem für mehr Menschlichkeit geworben. Mit dem bundesweiten Bündnis versucht VETO die fortgeschrittene Resignation und Frustration unter den deutschen Flüchtlingshelfern zu stoppen.

Dazu legten die VETO-Vertreter dem Staatsminister und seinem Stab die Resolution der Menschlichkeit mit 18 Appellen und Vorschläge aus den Reihen der Ehrenamtlichen und Helferkreise vor. Die beiden Gespräche dauerten insgesamt knapp drei Stunden. Als Teilergebnis der konstruktiv verlaufenen Gespräche wird VETO die Punkte in der Resolution noch einmal konkretisieren und sie dem Staatsminister wieder vorlegen.

Unabhängig vom Ergebnis dieser Prüfung will der Initiator das Bündnis vorantreiben. Zahlreiche Helferkreise und Initiativen hätten sich dem Aufruf bereits angeschlossen und seien der Gewerkschaft beigetreten, sagt er. Ziel sei, eine Vertretung für Zehntausende zu schaffen. Dann werde das Bündnis auch langfristig wirken und lebensfähig sein. Die Helfer wollen Anreize für Vereine und Betriebe, die besondere Integrationsleistungen schaffen. Flüchtlingskindern soll eine uneingeschränkte Zusammenführung mit ihren Eltern ermöglicht sowie humanitäre Visa für Kinder in den Flüchtlingslagern angeboten werden.

Mit seiner Initiative hatte der politische Aktionskünstler vergangenen Herbst bereits für Aufsehen gesorgt, als er einen 24-stündigen Warnstreik der Flüchtlingshelfer organisierte. Damals streikten Helfer aus ganz Bayern gegen die aktuelle Asylpolitik. (lt)

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