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Fuchstal

28.05.2015

Mitte Juni geht es hier los

In diesem Bereich der Römerkesselstraße beginnen am 15. Juni die Bauarbeiten. Der Verkehr wird örtlich umgeleitet. 

In zwei Wochen beginnt die Sanierung der Ascher Ortsdurchfahrt. Der Verkehr wird örtlich umgeleitet.

Nach 16 Jahren Warten ist es am 15. Juni soweit: Dann beginnen die Bauarbeiten zur Sanierung der Ascher Ortsdurchfahrt, schon eine Woche zuvor wird die Baustelle eingerichtet. Obwohl sich die Römerkesselstraße im Unterhalt des staatlichen Bauamtes befindet, wird auch die Gemeinde Fuchstal kräftig in das Vorhaben investieren. Die Erneuerung des Kanals und einiger Wasserleitungen sowie der Bau der Gehwege, Parkplätze und Straßenbeleuchtung kosten rund 400000 Euro.

In der jüngsten Sitzung erläuterte der beauftragte Planer Wolfgang Buchner aus Dießen den Gemeinderäten den Umfang der Arbeiten. Demnach wurde die Erneuerung der Römerkesselstraße als Gesamtlos durch das Staatliche Bauamt ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt mit 770000 Euro ein Bauunternehmen aus Memmingen. Bei den Kanalarbeiten, die von der Gemeinde zu zahlen sind, war dies zwar nicht der günstigste Anbieter, räumte Buchner ein, ein Aufspalten des Loses war jedoch nicht möglich.

Positiver Aspekt für die Gemeinde ist der Umstand, dass entgegen der Planung nicht nur der Abschnitt von der Ascher Bahnhofstraße bis zum Schlossweg komplett neu gebaut wird, sondern auch das weitere Stück bis zur Freybergstraße. In diesem Bereich sollte die Asphaltdecke nur abgefräst und dann mit einer neuen Deckschicht überzogen werden. Nun ist es auch hier möglich, die alten Kanalrohre auszubauen und durch neue zu ersetzen. Angedacht war ursprünglich eine Sanierung mit einem Inliner mit einer Haltbarkeit von 50 Jahren. Der komplette Austausch ist zwar um 15000 Euro teurer, hat aber eine Lebensdauer von 100 Jahren, erläuterte Buchner.

Nach kurzer Debatte entschieden die Gemeinderäte, entgegen der üblichen Praxis keine Rohre aus Steinzeug einbauen zu lassen, sondern preisgünstigere aus Kunststoff. Diese seien wegen ihrer glatten Oberfläche an dieser Stelle mit einer nur geringen Neigung vorteilhafter, hatte der Planer empfohlen. Notwendig sind auch eine Reihe neuer Hausanschlüsse. Da hier im Gesamtlos des Bauunternehmens ein völlig überteuerter Einzelposten enthalten war, habe man sich geeinigt, diese Arbeiten von einem örtlichen Handwerksbetrieb ausführen zu lassen. Insgesamt kostet die Erneuerung der Abwasserentsorgung, die auch eine Umstellung auf ein Trennsystem bewirkt, 210000 Euro.

Einstimmig gebilligt wurde dann ebenso die Vereinbarung der Gemeinde mit dem Bauamt, die den gemeinsamen Ausbau regelt. Dies beinhaltet die Fuchstaler Übernahme der Gehwegkosten in Höhe von 175000 Euro. Dieser Betrag werde sich nochmals um etwa 10000 Euro erhöhen, so Buchner, da westlich des Schlosswegs durch einen Grundstückskauf eine Lücke geschlossen werden konnte. Alle anderen notwendigen Grundstücksgeschäfte waren bereits im Jahr 1999 unter dem damaligen Bürgermeister Franz Xaver Haibl abgewickelt worden und die Eigentümer hatten ihre Gartenzäune schon damals zurückgesetzt.

Zufrieden zeigte sich in der Sitzung Bürgermeister Erwin Karg mit der gefundenen Kostenaufteilung. Vor sieben Jahren hatte das staatliche Bauamt nämlich lediglich eine Pauschale von 100000 Euro als Beteiligung angeboten und die Gemeinde hätten den Löwenanteil der Ausgaben alleine tragen müssen.

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