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Mobilfunk

18.06.2013

Mobilmachung gegen Mast

Der Mobilfunkmast an der Apfeldorfer Hüttenleiten soll durch einen neuen, höheren Mast ersetzt werden. Dies hat bei einigen Apfeldorfer Bürgern Unmut erweckt.
Bild: am

Der Gemeinderat Apfeldorf spricht sich gegen eine größere Anlage an der Hüttenleiten aus. Die Bürger sammeln Unterschriften.

Höher, und noch mehr Antennen: So soll der neue Handymast aussehen, der bald an der Hüttenleiten in Apfeldorf stehen könnte. Proteste gegen das Vorhaben kamen nicht nur vom Gemeinderat, sondern auch von einigen Bürgern, die nun eine Unterschriftenaktion starten. Die „Deutsche Funkturm“ ist jetzt zwar erst einmal mit ihrem Bauantrag auf Errichtung eines neuen Masten im Apfeldorfer Gemeinderat gescheitert – doch das ist noch nicht das letzte Wort: Das Landratsamt Landsberg wird jetzt prüfen, ob dennoch eine Baugenehmigung erteilt wird.

Dem will Gemeinderat Richard Ehlich zuvorkommen und wird nun zusammen mit anderen Bürgern gegen den Bau des Masten vorgehen und in verschiedenen Apfeldorfer Geschäften Unterschriftenlisten auslegen. Auch die Mehrheit des Gemeinderates sprach sich deutlich gegen die Pläne der „Deutschen Funkturm“ aus, die den alten, 30 Meter hohen Mast laut Antrag gegen einen neuen, 36 Meter hohen Mast ersetzen möchte. Der Grund: Da in den vergangenen Jahren immer mehr Antennen auf dem Mast befestigt worden waren, ist jetzt kein Platz mehr.

Da aber noch mehr Antennen vorgesehen sind, benötigt der Bauwerber einen noch größeren Mast als bisher. Denn schließlich werde von Apfeldorf aus ein weiträumiges Gebiet so abgedeckt, dass keine Funklöcher entstünden, erläuterte Bürgermeister Georg Epple. Der Rathauschef war der Ansicht, dass es besser wäre, alle Antennen auf einem zentralen Mast zu konzentrieren, womit auch der Umkreis mit versorgt werden könne – anstatt mehrere Masten an verschiedenen Standorten aufzustellen.

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Der Großteil des Gemeinderats protestierte jedoch: Es sei nicht in Ordnung, dass die Apfeldorfer die alleinige Belastung im ganzen Umkreis tragen müssten, hieß es. Der jetzige Mast sei mit den Jahren sowieso immer noch voller geworden, und nun müsste dem einmal eine Grenze gesetzt werden. Der Bauwerber solle sich „gefälligst einen anderen Standort suchen“, meinten Robert La Rosa und Richard Ehlich. „Wir müssen nicht zu allem Ja und Amen sagen“, so La Rosa, der sich sicher war, dass hier vom Antragsteller einfach nur die billigste Lösung angestrebt würde. Geeignete Standorte geben es im Umkreis genug – es müsse nicht alles in Apfeldorf „geballt“ werden, wurde in der Diskussion Protest laut. Schließlich fanden sich nur zwei Befürworter des Bauantrags, der dann mit großer Mehrheit abgelehnt wurde. Bürgermeister Georg Epple kündigte aber gleich mal an, dass das Landratsamt die Gemeinde nun wohl überstimmen und dann trotzdem den Mast genehmigen werde.

Nach ihrer Ablehnung muss die Gemeinde nun eine Stellungnahme an das Landratsamt abgeben, die dann dort geprüft wird. Ebenso wird das Landratsamt noch die Stellungnahmen von verschiedenen Fachbehörden einholen, wie Pressesprecher Wolfgang Müller auf Anfrage mitteilte. Nach Prüfung aller Stellungnahmen würde dann entschieden, ob die Baugenehmigung für den Mast erteilt werden könne.

Falls alle rechtlichen Vorgaben erfüllt wären, sei das Landratsamt jedoch verpflichtet, dem Bauvorhaben zuzustimmen, stellte Müller klar. Die Initiatoren der Protestaktion hoffen jetzt darauf, möglichst viele Unterschriften von den Apfeldorfer Bürgern zu bekommen. Interessierte können sich entweder an Richard Ehlich wenden, oder sich in die ausliegenden Listen eintragen. (am)

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