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21.04.2017

Möglichst schlau durch den Stau

Ferienende: Am Wochenende wird es auch auf der A 96 wieder zu Staus kommen.
Bild: Sibylle Seidl-Cesare

Rückreiseverkehr zum Ende der Osterferien. Darauf muss geachtet werden, wenn auf der Autobahn wieder nichts mehr geht.

Osterzeit ist Stauzeit auf der Autobahn – und am Ende der Ferien wird es zu den Stoßzeiten immer wieder mal eng werden auf A96, B17, oder da, wo der Verkehr normalerweise mehrspurig rollen soll. Daher ist es wichtig, dass Autofahrer, die im Stau stehen, die wichtigsten Verkehrsregeln kennen und beachten sollen. Denn: Es drohen Bußgelder und Punkte. Der ADAC hat die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

Eine Rettungsgasse zu bilden hat im Stau höchste Priorität. Autofahrer dürfen diese Gasse nicht schließen, indem sie beispielsweise einem Rettungsfahrzeug hinterherfahren. Es könnten noch weitere Fahrzeuge folgen. Bei Verstößen droht ein Verwarnungsgeld. Viel zu wenig, befindet allerdings der Landsberger Bergungsunternehmer Michael Kemény. Er hat es sich seit Jahren zur Aufgabe gemacht, vor allem die Bildung und Einhaltung von Rettungsgassen auf Autobahnen sowohl lautstark, vehement und auf politischer Ebene bis hinauf ins Verkehrsministerium nach Berlin einzufordern. „Jede Minute, die keine Rettungsgasse gebildet wird, kann Menschenleben kosten.“ Leider erfährt er aber in seinem täglichen Arbeitsalltag vor allem Ignoranz, Unverständnis und Unkenntnis – und auch Aggressivität gegenüber den Rettungskräften. Jetzt hat zumindest der Gesetzgeber reagiert und deutlichere Vorgaben gemacht.

Die Fahrbahn darf im Stau grundsätzlich nicht betreten werden. Der Gesetzgeber sieht weder ein „menschliches Bedürfnis“ noch das Wickeln eines Kindes als anerkannten Notfall an. In solchen Fällen muss bis zum nächsten Park- oder Rastplatz weitergefahren werden. Das Betreten ist nur erlaubt, um einen Unfall abzusichern. Wer sich nicht daran hält, muss zehn Euro Verwarnungsgeld zahlen.

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Auch das Halten auf dem Standstreifen der Autobahn ist verboten. Wer dagegen verstößt, muss 30 Euro Verwarnungsgeld zahlen. Beim Parken wird es noch teurer: 70 Euro Bußgeld und ein Punkt. Steht der Verkehr auf der Autobahn bei einer Vollsperrung für eine längere Zeit, wird die Polizei bei kurzem Aussteigen meist ein Auge zudrücken und auf eine Anzeige verzichten. Die Rettungskräfte dürfen nicht behindert werden. Das Telefonieren ohne Freisprechanlage ist auch im Stau verboten, es sei denn der Motor ist ausgeschaltet. Es droht ein Bußgeld von 60 Euro und ein Punkt.

Der Seitenstreifen ist nicht dazu da, um schneller auf einen Rastplatz oder zur Autobahnausfahrt zu gelangen. Wer ihn dennoch benutzt, riskiert 75 Euro Bußgeld und einen Punkt.

Rückwärtsfahren oder gar wenden ist auch im Stau tabu, es sei denn, die Polizei fordert dazu auf. Sonst drohen eine Geldbuße bis zu 200 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.

Rechts zu überholen ist nur dann erlaubt, wenn der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen steht oder mit weniger als 60 Stundenkilometer unterwegs ist. Bei stehendem Verkehr auf dem linken Fahrstreifen darf auf dem rechten Fahrstreifen mit einer Geschwindigkeit von höchstens 20 Stundenkilometer gefahren werden. Ist der Verkehr links langsam in Bewegung, darf die Differenzgeschwindigkeit nur 20 betragen, höchstens also 80 Stundenkilometer. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Geldbuße von 100 Euro sowie einen Punkt. (hön/lt)

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