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Landsberg

23.05.2020

Muriz Salemovic kehrt zum TSV Landsberg zurück

Muriz Salemovic (links im Trikot des FC Pipinsried) wird wieder ein Landsberger. Der Zauberfuß kehrt zum TSV zurück und wird dann wieder gemeinsam mit Philipp Siegwart (rechts) auf Torejagd gehen. 
Bild: Thorsten Jordan

Plus Ab der kommenden Saison läuft der Edeltechniker Muriz Salemovic wieder für Landsberg auf. Er übernimmt eine weitere Funktion. Ein anderer TSV-Spieler wechselt.

Der Ball in der Bayernliga soll erst im September wieder rollen. Bei den Fußballern des TSV Landsberg tut sich aber bereits einiges. Eine Identifikationsfigur kehrt zum dritten Mal in seiner Laufbahn zum Verein zurück und übernimmt eine wichtige Aufgabe.

Es hatte sich in den vergangenen Monaten bereits angedeutet, dass Muriz Salemovic – Spielertrainer des TSV in der Aufstiegssaison 2018/19 in der Landesliga – zurückkehren könnte. Dies wird zur kommenden Saison der Fall sein. Im Februar hatte er angekündigt, das Amt des Spielertrainers beim Landsberger Bayernligakontrahenten FC Pipinsried aufgeben und den Verein verlassen zu wollen. Die Entscheidung begründete er damit, sich aufs Spielen konzentrieren zu wollen. „Ich möchte noch zwei oder drei schöne Jahre als Spieler verbringen. Danach kann ich immer noch 30 Jahre als Trainer arbeiten“, so der 31-Jährige nun gegenüber dem LT.

Salemovic ist der Haupttransfer

Eingefädelt haben die Rückkehr zum TSV Landesberg Abteilungsleiter Sebastian Gilg und sein Stellvertreter Reiner Drüssler. „Wir haben nach dem Ende der Hinrunde angefangen, uns um mögliche Verpflichtungen für die kommende Saison zu kümmern. Für mich war dabei klar, dass Muriz der Hauptransfer werden soll. Seine fußballerischen Fähigkeiten suchen seinesgleichen in der Bayernliga“, so Gilg. Er und Salemovic haben bereits früher zusammengespielt, sich zwei Jahre lang auch eine Wohnung geteilt und sind befreundet.

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Dass Salemovic, der auch schon mehrere Jahre Regionalliga in Memmingen gespielt hat, zum TSV zurückkehrt, habe auch mit der engen Verbindung der beiden zu tun, so Salemovic. Er hatte den Club im Sommer 2019 als Meistertrainer gen Pipinsried verlassen und Kritik am Sponsor und der damaligen Vereinsführung geübt. „Basti hat das Amt des Abteilungsleiters im Oktober übernommen und seitdem Vieles vorangebracht. Ich musste auch feststellen, dass meine damalige Kritik am Sponsor 3C Carbon falsch gewesen ist. Das Problem bestand darin, dass es zu wenig Planung und Kommunikation im Verein gab – auch mit dem Sponsor.“


Im Februar hatte der 31-Jährige noch angekündigt, er werde an den Lech zurückkehren, wenn alle Faktoren passen. Dazu gehöre auch, dass der Verein den Klassenerhalt in der Bayernliga schaffe. Momentan rangiert der TSV auf Platz zwölf der Tabelle. Allerdings sind die Vereine bis zum 17. Schwaben Augsburg eng beieinander. „Ich habe mich jetzt doch entschieden, dass ich auch den Weg in die Landesliga mitgehe, sollte es dazu kommen. Ich wohne in Landsberg, bin mit meinem Job zufrieden und die Fahrerei fällt auch weg.“ Nach Pipinsried braucht er etwa eine Stunde. Letzteres sei auch der Grund gewesen, weswegen er Angebote anderer Vereine, höherklassig zu spielen, abgelehnt habe. Und das, obwohl er auch mit seinem aktuellen Klub Pipinsried – unangefochtener Spitzenreiter der Bayernliga – die Chance, nächste Saison Regionalliga zu spielen.

Er hofft auf den Abbruch der Saison

Salemovic hofft, dass die aktuelle Saison abgebrochen wird. „Aus meiner Sicht hat es keinen Wert, die Liga nach fünf Monaten fortzusetzen.“ Den Verein soll er aber nicht nur auf dem Spielfeld zu Erfolgen führen, sondern auch seine guten Kontakte in der Region nutzen, um interessante Spieler an den Lech zu lotsen. Deswegen macht ihn der TSV auch zum Sportlichen Leiter. Der Blick der Verantwortlichen geht dabei nicht nur zur ersten Mannschaft, betont Sebastian Gilg. „Wir sind beim Nachwuchs auf einem guten Weg. Unsere Mannschaften spielen in ihren Ligen alle oben mit. Das erklärte Ziel ist aber, so zu wachsen, dass wir Akteure nahtlos aus der Jugend in die erste Mannschaft integrieren können.“

Auch Muriz Salemovic sieht dabei noch viel Potenzial. Er kenne Eltern, die ihre Kinder 60 Kilometer einfach zum Training fahren, damit diese auf höherem Niveau kicken können. Diesen Talenten müsse man in der Region eine Plattform bieten. Auch die Kooperation mit anderen Vereinen soll intensiviert werden. Einen Abgang vermeldet der TSV dafür: Felix Mailänder wechselt zurück zum VfL Kaufering.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:Der TSV Landsberg landet einen Coup

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