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Weihnachtskonzert

02.01.2014

Musikalischer Hochgenuss

Das Vocalensemble St. Martin aus Germering war beim Weihnachtskonzert des Chors Vox Villae in Weil zu Gast.
Bild: Walter Herzog

Gemeinsames Programm von Vox Villae und dem Vocalensemble St. Martin aus Germering

Weil Freunde anspruchsvollen geistlichen Chorgesangs sind beim Weihnachtskonzert des gastgebenden Chores Vox Villae Weil voll auf ihre Kosten gekommen. Und so hätte der aufstrebende Chor, ebenso wie das Vocalensemble St. Martin aus Germering, angesichts der hochklassigen Güte gesanglicher Darbietungen doch noch mehr Besucher verdient gehabt.

Es ist wahrlich nicht einfach, den Spagat hinzubekommen zwischen einem unterhaltsamen „Dorfchor“, dem Liederkranz Weil, und dem daraus unter dem musikalischen Leiter Dr. Karl Heinz Moser entstandenen anspruchsvollen Vox Villae Weil. Diejenigen, die aber der Einladung in die Pfarrkirche gefolgt waren, durften sich am wundervollen Chorklang erfreuen, der den Kirchenraum erfüllte.

Das gilt ebenso für die exakten musikalischen Beiträge des Blechbläserquartetts. Die vier jungen Musiker aus der Stadtjugendkapelle Landsberg, Maximilian Kaindl und Elias Steiner, beide Posaune, sowie die beiden Trompeter Severin Menten und Julian Krauß, schlugen mit ihrem feinen Spiel die Brücken zwischen den chorischen Beiträgen und hielten dabei die Spannung in bemerkenswerter Art, auch nachdem die letzten Töne verklungen waren.

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Mit Angelika Werner und Ragna Sonderleittner zeigten zwei Sopranistinnen aus den Reihen von Vox Villae in einem feinen Duett aus der 2. Sinfonie „Lobgesang“ (op. 52 von Felix Mendelssohn Bartholdy) ihr Können. Sie wurden dabei einfühlsam von Christian Schramm an der Orgel begleitet. Schramm leitet auch das Germeringer Vocalensemble St. Martin. Mit bekannten Weihnachtsliedern wie „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ (Satz Johann Eccard) oder „Vom Himmel hoch, o Englein kommt (Satz Erhard Mauersberger) vermochte das zehnköpfige Ensemble ebenso zu überzeugen wie mit David Willcocks Arrangements angelsächsischer Carols wie „Deck the halls“, „The first Nowell“ oder „Sussex carol“.

Von Renaissance bis Romantik

Einen ähnlich weiten Bogen spannte Vox Villae vom Renaissance-Komponisten Johannes Eccard („Freut euch, ihr lieben Christen“) über das barocke „Also hat Gott die Welt geliebt“ von Heinrich Schütz bis zu romantischen Liedern Mendelssohn Bartholdys („Wirf dein Anliegen auf den Herrn“, „Herr Gott, du bist unsere Zuflucht“).

Aber auch eingängige Weihnachtslieder wie das schöne „Es blühen die Maien“ (Satz Franz Biebl) oder das immer junge „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ wurden sauber intoniert. Wie kann ein Weihnachtskonzert schöner enden als mit dem auf der ganzen Welt bekannten „Stille Nacht, Heilige Nacht“ von Franz Gruber.

Vox Villae sang es in einer Bearbeitung von Hanns Mießner. Spätestens als Dr. Karl Heinz Moser zur Wiederholung der ersten Strophe die Besucher zum Mitsingen aufforderte, hatte er alle Herzen gewonnen. Pater Nazareth D’Silva hat dies in seinen Eingangsworten so formuliert: „Weihnachten lädt alle ein. Auch uns hat das Jesuskind zusammengeführt.“ (hewa)

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